Fußball WM
Löw und Co. reisen zur WM-Auslosung nach Südafrika

Eine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Bundestrainer Joachim Löw wird sich ab Freitag einen ersten Eindruck vom WM-Gastgeberland Südafrika machen und der Auslosung der Qualifikation am Sonntag beiwohnen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) macht sich ein erstes Bild von Südafrika, Gastgeber der WM 2010. Während Schatzmeister Horst R. Schmidt als Experte bereits seit Dienstag in Südafrika weilt, macht sich eine Delegation um Bundestrainer Joachim Löw auf den Weg, um sich ab Freitag ein erstes Bild vom Gastgeberland der WM 2010 machen. Grund der Reise in das an der südafrikanischen Ostküste gelegene Durban ist die Auslosung der Qualifikationsgruppen am kommenden Sonntag (16.00 Uhr MEZ/live in der ARD und bei Premiere) für die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent.

"In erster Linie fahren wir nach Südafrika, um die Auslosung mitzuerleben. Damit ist das Thema WM 2010 aber auch erstmal für das nächste halbe Jahr erledigt, denn die EM im Sommer hat für uns absolute Priorität", sagte Bundestrainer Joachim Löw, der sieben Tage nach der Ziehung der Loskugeln in Durban der Auslosung der EM-Endrundengruppen in Luzern (2. Dezember) beiwohnen wird, dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Löw freut sich auf Treffen mit Trainerkollegen

In Durban will der 47-Jährige Kontaktpflege mit den Trainern anderer Nationen betreiben. "Es ist sicherlich interessant vor Ort einige Kollegen zu treffen, um sich auszutauschen. Zudem können wir schon das ein oder andere Freundschaftsspiel ausmachen, wenn wir wissen, auf wen wir in der WM-Qualifikation treffen", erklärte Löw.

Der Bundestrainer hat aus dem Kreis der Nationalmannschaft Assistenztrainer Hans-Dieter Flick und Teammanager Oliver Bierhoff mit an Bord. An der Verbandsspitze der Reisegruppe Durban steht der im Oktober neu ernannte Generalsekretär Wolfgang Niersbach, während DFB-Präsident Theo Zwanziger die DFB-Delegation bei der Auslosung der EM-Endrundengruppen in der Schweiz anführen wird. Heimlicher "Reiseleiter" ist aber Horst R. Schmidt, der wegen seiner Aufgabe als Berater des Organisationskomitees monatlich in Südafrika weilt und sich deshalb bestens auskennt.

So werden Löw und der DFB-Tross dank Schmidt auch das ein oder andere Stadion der WM 2010 zu sehen bekommen. "Die Stadien sind in ihrer Ausgestaltung durchaus vergleichbar mit dem, was bei uns passiert ist. Für die sechs neuen Stadien und die vier, die es schon gab, sind die Mittel sogar höher als für die insgesamt zwölf Standorte bei der WM 2006. Alleine beim Stadionbau erkennt man hohe Ansprüche", meinte Schmidt.

Übertragung der Auslosung in 170 Sendegebiete

Doch in erster Linie hat der DFB-Tross in Südafrika die Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen im Sinn. Insgesamt nehmen 204 der 208 Fifa-Mitglieder an der von Generalsekretär Jerome Valcke geleiteten Ziehung in Durban teil. Um die 13 Uefa-Plätze für die europäischen Starter bei der WM 2010 konkurrieren 53 Teams, die in acht Sechser- und eine Fünfergruppe aufgeteilt werden. Die Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die WM in drei Jahren. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in Play-off-Spielen vier weitere WM-Teilnehmer.

"Die Auslosung wird den Zuschauern rund um die Welt einen Vorgeschmack auf 2010 vermitteln. Das Signal dieser Zeremonie wurde für 170 Sendegebiete gebucht, ein Rekord in der WM-Geschichte und ein Beweis für das riesige Interesse, das Südafrika 2010 entgegengebracht wird", sagte Valcke.

Arbeiter treten in kurzen Streik

Die Organisatoren kommen vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen derweil nicht zur Ruhe. Am Mittwochmorgen traten etwa 1 000 Arbeiter auf der Stadion-Baustelle in der nordöstlichen Stadt Nelspruit kurzzeitig in den Streik. Nach mehrstündigen Verhandlungen wurde der Streik am frühen Abend beendet.

Die Arbeiter in Nelspruit fordern bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen, bei einer weiteren Verhandlungsrunde am 28. November soll eine endgültige Lösung gefunden werden. "Sie wollen eine angemessene Bezahlung und einen Projekt-Bonus von je 150 Dollarw, erklärte Lisiba Seshoka, Sprecher der National Union of Mineworkers (NUM).

© SID

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