Fußball WM: Luftüberwachung während WM wahrscheinlich

Fußball WM
Luftüberwachung während WM wahrscheinlich

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird während der WM 2006 der Luftraum der Spielorte von Awacs-Aufklärungsflugzeugen gesichert. Nach Innenminister Wolfgang Schäuble sprach sich auch das Verteidigungsministerium dafür aus.

Die deutschen Politiker wollen die Sicherheit während der WM 2006 durch zusätzliche Luftraumüberwachung gewährleisten. Nachdem bereits Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen gefordert hatte, hat sich nun auch das Bundesverteidigungsministerium für den Einsatz der Nato-Spezial-Flugzeuge ausgesprochen. "Der Antrag des Bundesinnenministeriums ist bei uns eingegangen und wird an die Nato weitergeleitet", sagte ein Sprecher von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Donnerstag.

Wegen der Zuständigkeit der Nato müssen Anforderungen von Awacs-Einsätze beim Militärausschuss in Brüssel beantragt werden. "Dort wird auch entschieden, wie der Einsatz genau aussieht. Das muss in einem kostengünstigen Rahmen geschehen", sagte Jungs Sprecher weiter. Die Awacs-Maschinen können bis zu elf Stunden in der Luft bleiben und mit ihren Radarsystemen Ziele in bis zu 500km Entfernung orten.

Maschinen mit bloßem Auge nicht zu erkennen

Besorgnisse in der Bevölkerung durch den Einsatz der Awacs-Flieger befürchtet das Ministerium nicht. "Die Maschinen fliegen in 9 000 Metern Höhe und sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen", meinte der Ministeriums-Sprecher.

Bereits bei den Besuchen von Papst Benedikt XVI. im vergangenen Jahr beim Weltjugendtag in Köln sowie 2002 bei der Staatsvisite von US-Präsident George W. Bush in Berlin waren die Überwachungs-Flieger mit dem Ufo-förmigen Radar im deutschen Luftraum im Einsatz. Bei den Olympischen Spielen 2004 kreisten mehrere Awacs-Flugzeuge insgesamt 640 Stunden über Athen.

Schäuble und Jung einigten sich überraschend schnell auf den Einsatz der Awacs-Flieger, gab es doch zuletzt in Sicherheitsfragen immer wieder Dissonanzen. So hatte Jung kürzlich noch Schäubles Forderung nach dem Einsatz von Bundeswehr-Soldaten während der WM eine Absage erteilt. "Die Absage bezog sich dabei auf polizeiliche Aufgaben oder den Objektschutz. Bezogen auf die Überwachung aus der Luft herrscht Übereinstimmung", erläuterte Jungs Sprecher die Hintergründe.

© SID

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