Fußball WM
Luxemburg will WM-Teilnehmer auf die Probe stellen

Luxemburg absolviert nach dem Spiel gegen Deutschland am Samstag in der kommenden Woche weitere Tests gegen die Ukraine und Portugal. "Auch uns bringen diese Tests weiter", sagte Coach Guy Hellers.

Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft ist die Nationalmannschaft von Luxemburg ein gern gefragter Testspielgegner. Nach dem Spiel gegen den dreimaligen Weltmeister Deutschland am Samstag (17.00 Uhr/live im ZDF) in Freiburg folgen in der kommenden Woche weitere Partien gegen die WM-Teilnehmer Ukraine und Portugal.

Talente, die sich zum Profi eignen"

"Wir wollen die WM-Teilnehmer ein wenig auf die Probe stellen. Aber auch uns bringen diese Tests weiter. Wir haben durchaus einige Talente, die sich zum Profi eignen", sagte Nationaltrainer Guy Hellers, der dem sportlich am Boden liegenden Luxemburg wieder auf die Beine helfen soll.

Im Januar 2005 übernahm Hellers, der mit seinem Treffer zum 1:0-Erfolg gegen Tschechien 1995 für einen der größten Erfolge des kleinen Landes sorgte, als Nachfolger des glücklosen Dänen Allan Simonsen das Kommando bei den "Löwen".

Nach der punkt- und torlos abgeschlossenen Qualifikation für die EM 2004 und dem anschließend mit sechs Niederlagen in sechs Spielen auch völlig missglückten Beginn der Qualifikation für die WM in Deutschland musste der frühere Profi von Bundesligist Borussia Mönchengladbach seinen Hut nehmen. Doch auch Hellers konnte den Schalter nicht mehr umlegen, und Luxemburg holte als einziges Team neben San Marino in Europa keine Punkte.

Seit 1934 nicht bei WM oder EM dabei

Insgesamt kassierten die Luxemburger in der WM-Qualifikation mit 48 die meisten Treffer aller europäischen Mannschaften. Nun liegt es in Hellers´ Händen, die "Underdogs" auf die schweren Aufgaben in den kommenden zwei Jahren vorzubereiten, auch wenn die Chancen auf eine Teilnahme an der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz als minimal eingeschätzt werden. Ohnehin konnte Luxemburg seit der ersten Teilnahme an einer Qualifikation im Jahr 1934 noch nie in eine WM- oder EM-Endrunde einziehen.

Dennoch lässt der 55-malige Nationalspieler nichts unversucht, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Für die Partien gegen Deutschland, die Ukraine und Portugal nominierte Hellers drei Spieler der U21-Nationalmannschaft. Neben Keeper Christophe Diederich (Etzella) haben Verteidiger Clayton De Sousa und Mittelfeldspieler Claudio Lombardelli gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an. Auch der 19 Jahre alte Jung-Profi Aurelien Joachim vom VfL Bochum darf sich auf seinen dritten Einsatz freuen.

Gladbachs Strasser zentrale Figur

Zentrale Figur im Spiel der Luxemburger bleibt aber Gladbachs Bundesliga-Profi Jeff Strasser, der in 68 Länderspielen bislang fünf Treffer erzielte. "Es ist schon eine Ehre vom WM-Ausrichter zu einem Testspiel eingeladen zu werden. Für unsere jungen Spieler ist diese Begegnung eine enorme Herausforderung. Wir werden unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen", sagte Strasser.

Gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielte Luxemburg zuletzt im Vorfeld der WM in Frankreich am 5. Juni 1998 in Mannheim. Deutschland gewann 7:0, zwei Treffer erzielte der heutige Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, ein Tor steuerte Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei.

© SID

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