Fußball WM
Magath revidiert Rücktritts-Empfehlung an Kahn

Felix Magath hat die Empfehlung an Nationaltorhüter Oliver Kahn revidiert. Der Trainer von Bayern München hatte seinem Schlussmann zuvor zu einem Rücktritt geraten, wenn er nur als Ersatzmann zur WM berufen werde.

Felix Magath hat seine Rücktritts-Empfehlung für Nationaltorhüter Oliver Kahn zurückgenommen. "Ich weiß nicht, was er macht. Aber ich würde ihm empfehlen, selbst wenn die Entscheidung gegen ihn fallen würde, dass er die WM in Deutschland mitmacht", sagte der Trainer des FC Bayern München. Zuletzt hatte Magath dem Bayern-Keeper noch zum Rücktritt geraten, falls sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann für Jens Lehmann von Arsenal London als deutsche Nummer eins bei der WM entscheiden sollte.

Ungeachtet dieses Einlenkens blieb Magath bei seiner Kritik an der noch ausgebliebenen Torwart-Entscheidung. Einen Appell wolle er nicht an Klinsmann richten: "Ich sage es ja schon die ganze Zeit, dass es so nicht fair ist". Die Situation in Bundesliga und Premier League sei nicht vergleichbar, zudem sei es ein Unterschied, "ob ich die Nummer eins bin und diese Position verteidigen muss, oder ob ich das erste Mal die Chance bekomme, die Nummer eins zu werden."

Magath: "Arsenal hat eine super Phase"

Hinzu komme, dass Arsenal, das im Gegensatz zu Bayern weiter in der Champions League spielt, jetzt "eine super Phase" habe. "Lehmann kann sich zwar nicht so auszeichnen, aber er bekommt auch kein Gegentor", sagte Magath. Wegen dieser Gründe stellte der Coach fest: "Das ist eine klare Benachteiligung für Oliver Kahn."

Magath geht derweil nicht mehr von einem Verbleib des Nationalmannschafts-Kapitäns Michael Ballack bei den Bayern aus. "Ich freunde mich mit dem Gedanken an, dass wir nächste Saison ohne Michael Ballack spielen werden", sagte Magath. Zugleich nahm er den Mittelfeldspieler in Schutz. "Er hat es verdient, vernünftig verabschiedet zu werden. Es ist sein gutes Recht zu sagen, "ich will mal woanders spielen".

Pfiffe der eigenen Fans gegen Ballack

Zuletzt hatte es von den Bayern-Fans Pfiffe gegen Ballack gegeben. Zudem hatte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge dem 29-Jährigen wegen der ausgebliebenen internationalen Erfolge im Vergleich zum früheren Bayern-Regisseur Stefan Effenberg ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Magath stärkte Ballack vor dem Bundesliga-Spitzenspiel bei Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) jedoch demonstrativ den Rücken. "Was für alle anderen gilt, muss man auch Michael Ballack zugestehen: Jeder hat im Laufe einer Saison mal eine schwächere Phase."

Gerüchten um einen sich anbahnenden Transfer des Stürmers Roy Makaay zu Atletico Madrid erteilte der Coach eine klare Absage. "Es gibt für mich überhaupt keinen Grund, Roy Makaay abzugeben", sagte Magath. Die spanische Sportzeitung Marca hatte berichtet, dass sich Atletico um den Niederländer bemühe.

© SID

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