Fußball WM
Mcclaren beerbt Eriksson nach der WM

Der Englische Fußballverband (FA) ist auf der Suche nach einem neuen Nationalcoach fündig geworden. Steve Mcclaren wird den nach der WM scheidenden Schweden Sven-Göran Eriksson beerben.

Englands zukünftiger Nationalcoach heißt Steve Mcclaren. Damit beendete der Englische Fußballverband (FA) das Rätselraten um die Nachfolge von Sven-Göran Eriksson, der nach der WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) sein Amt aufgeben wird. Mcclaren hat in dieser Saison mit seinem Verein FC Middlesbrough das Finale des Uefa-Cups erreicht und war früher Assistent von Sir Alex Ferguson bei Manchester United.

Mcclaren erhält Vertrag bis 2010

"Ich hatte einige große Momente in meiner Fußball-Karriere. Aber das ist zweifelsohne der größte. Ich bin sehr, sehr stolz", sagte der scheidende sportliche Leiter des Uefa-Cup-Finalisten FC Middlesbrough bei seiner offiziellen Vorstellung im Hauptquartier des englischen Verbandes FA am Donnerstagnachmittag. Mcclaren, ehemaliger Assistent von Nationaltrainer Eriksson, erhielt einen Vertrag bis 2010.

Sven-Göran Eriksson, erster ausländischer Trainer auf diesem Posten, hatte ursprünglich einen Vertrag mit der FA bis 2008, dieser wurde allerdings infolge der sogenannten "Scheich-Affäre" in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Eriksson war einem als Scheich verkleidetem Reporter auf den Leim gegangen und hatte unter anderem schlecht über einige aktuelle Nationalspieler gesprochen. Bei der WM in Japan und Südkorea schied England unter Eriksson im Viertelfinale, bei der Euro in Portugal im Achtelfinale aus.

Steve Mcclaren gehörte zu einer ganzen Reihe von Kandidaten neben unter anderem Alan Curbishley (Charlton Athletic), Martin O´Neill (ehemals Celtic Glasgow) oder Sam Allardyce (Bolton Wanderers. Der Favorit schien aber der Braslianer Luiz Felipe Scolari, Weltmeister mit Brasilien 2002 und EM-Finalist mit Portugal 2004. Doch Scolari hatte vor sechs Tagen nach Gesprächen mit der FA abgesagt, weil er seine Privatsphäre bedroht sah. FA-Boss Brian Barwick erklärte am Donnerstag allerdings, dass man Scolari nie ein Angebot gemacht habe.

"Ich bin der stolzeste Mann in England"

"Ich sehe es nicht als erste oder zweite Wahl an. Ich bin die Wahl der FA. Ich bin der stolzeste Mann in England. Ich habe die Erfahrung, ich habe das Wissen. Ich liebe die Herausforderung und es ist die größte in meiner Karriere", erklärte der 45-Jährige, der sich dann an Eriksson wandte: "Sven hat einen fantastischen Job gemacht. Ich habe soviel gelernt von ihm in den vergangenen fünf Jahren."

Eriksson, dem Mcclaren 2001/02 assistierte, gab die Komplimente zurück: "Ich habe keine Zweifel, dass er die Qualifikation hat, sehr erfolgreich zu sein. Eigentlich wollte ich den nächsten England-Coach nicht bei der WM haben - es sei denn, er war schon einmal in die Arbeit involviert. Steve ist eine Schlüsselperson in meinem Trainerstab, und ich freue mich, dass ich ihn in Deutschland dabei habe."

Uefa-Cup-Finale zum Ausstand in Middlesbrough

Seinen großen Ausstand als Vereinstrainer feiert Mcclaren mit dem FC Middlesbrough am kommenden Mittwoch im Uefa-Cup-Finale in Eindhoven gegen den spanischen Vertreter FC Sevilla.

Als Aktiver spielte Mclaren für Hull City, Derby County, Lincoln City, Bristol City, Oxford United. Seine Trainerlaufbahn begann 1992 in Oxford, die er später in Derby fortsetzte. 1999 wurde Mcclaren Assistent von Sir Alex Ferguson bei Manchester United. Mit "Manu" konnte er gleich in seinem ersten Jahr das "Triple" mit FA-Cup, Meistertitel und dem unglaublichen Champions-League-Triumph 1999 gegen Bayern München.

© SID

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