Fußball WM
OK-Chef Jordaan: WM 2010 bedeutsam für ganz Afrika

Die Fußball-WM 2010 in Südafrika soll den ganzen Kontinent positiv beeinflussen. Das wünscht sich der Präsident des WM-Organisationskomitees Danny Jordaan, der gleichzeitig Vorurteile gegenüber Afrika ausräumen will.

Nach dem Wunsch der Organisatoren soll die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika dem ganzen Kontinent Mut machen und Afrika nachhaltig zum Positiven verändern. "Es ist mein Traum, dass jeder Afrikaner diese Gelegenheit zu Einheit, Stabilität, Toleranz und ökonomischer Entwicklung nutzt", sagte Danny Jordaan, Präsident des WM-Organisationskomitees, in einem Interview mit der französischen Nachrichtenagentur afp.

Sport habe generell einen wichtigen, einen ermutigenden Einfluss in Afrika, fügte Jordaan hinzu. Besonders der Sportsgeist sei eine Art Klebstoff, der Nationen zusammenhalte. Die WM sei in diesem Zusammenhang sehr wertvoll und eröffne viele Möglichkeiten. Der Fußball, betonte der 56-Jährige, stehe für "viele Menschen auf diesem Kontinent für Hoffnung, Freude, Errungenschaften und Fortschritt".

Deutschland als Inspiration

Für Südafrika könne die WM eine ähnliche Bedeutung haben wie für Deutschland im Jahre 2006, behauptete Jordaan. Als er 1990 mit einer Fifa-Delegation das gerade vereinte Deutschland bereist habe, sei es eine gespaltene Nation gewesen. "Seit der WM 2006 ist es eine Nation", sagte er. Bei Konflikten könne Sport eine heilende Wirkung haben, in Südafrika habe das bereits die Ausrichtung der Rugby-WM 1995 mit dem Sieg der heimischen Springboks bewiesen.

Weniger als tausend Tage vor dem Eröffnungsspiel zeigte sich Jordaan allerdings auch frustriert von den wiederholten Fragen nach dem Stand der Vorbereitungen. Zweifel, so der WM-OK-Chef, lägen in Vorurteilen begründet. "Dies ist ein afrikanische Veranstaltung - und es herrscht die Annahme, dass man mit Afrika keine Geschäfte machen kann", erregte er sich. Dabei habe es in Afrika zuletzt "mehr demokratische Wahlen als Umstürze" gegeben.

Nach der Entscheidung des Weltverbandes Fifa, die Endrunden nicht mehr nach dem Rotationsprinzip unter den sechs Konföderationen zu vergeben, sieht sich das OK in Südafrika zusätzlich unter Druck. Jordaan sagt aber auch, dass sein Land dies als Chance für künftige afrikanische Bewerbungen sehe: "Wenn wir für die Fifa die beste WM aller Zeiten veranstalten, kann niemand mehr argumentieren, dass afrikanische Länder nicht die Kapazität dafür haben."

© SID

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