Fußball WM
Optimistisches Umfrage-Ergebnis unter DFB-Fans

Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes haben die deutschen Fans an Vertrauen in die deutsche Nationalmannschaft gewonnen. 28 Prozent halten die Klinsmann-Truppe für WM-tauglich.

Das Vertrauen der Anhänger in die deutsche Nationalmannschaft rund zwei Wochen vor dem WM-Eröffnungsspiel am 9. Juni in München hat sich gesteigert. 28 Prozent von 1 000 Befragten halten alle Mannschaftsteile im Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann für WM-tauglich. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Markforschungsinstitutes promit aus Dortmund im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (sid). In der fünften Erhebung seit Auslosung der WM-Vorrunden-Gruppen Anfang Dezember in Leipzig bedeutet dieser Zuspruch einen Höchstwert.

Erstmals seit Februar besitzen außerdem mehr als 20 Prozent der 1 000 Befragten den Glauben an Deutschlands Final-Teilnahme oder gar den vierten WM-Titelgewinn.

Allerdings bewegt sich das Vertrauen in Michael Ballack und Co. derzeit auf relativ niedrigem Niveau. Gerade einmal 28 Prozent sehen den dreimaligen Weltmeister für das "Heimspiel" gut gerüstet, was wiederum fast einer Vervierfachung des Wertes unmittelbar nach der 1:4-Pleite Anfang März in Italien entspricht.

Abwehr noch nicht konkurrenzfähig

Zwar sind mittlerweile so viele wie bislang noch nicht von der Konkurrenzfähigkeit der Abwehr im deutschen Team überzeugt, doch erachten die Deutschen die Defensive verglichen mit dem Mittelfeld um Michael Ballack (62,4 Prozent) und dem Angriff (56,1) offensichtlich weiterhin als die große Problemzone in der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Am Weltmeister-Stürmer von 1990 liegen die Schwierigkeiten der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach Ansicht der Bundesbürger jedoch nicht. 48,9 Prozent benoten die Arbeit des Wahl-Kaliforniers mit "sehr gut" oder "gut", die durchschnittliche Bewertung seiner Leistungen nach dem Schulnoten-System liegt bei 2, 5. Allerdings gab auch fast jeder Fünfte (19,2 Prozent) kein Urteil über Klinsmanns Arbeit ab.

Bei der Nominierung scheiden sich die Geister

44,6 Prozent sehen in seinem Kader die insgesamt besten deutschen Spieler für die WM berufen, aber immerhin auch 29 Prozent glauben gerade das nicht. Klinsmanns Nominierungs-Coup mit Neuling David Odonkor halten 43,4 Prozent für richtig, fast genauso viele Personen (43,3) bezeichneten aber den Verzicht des Bundestrainers auf Kevin Kuranyi als falsch.

Doch auch ohne den Schalker Stürmer sehen immerhin insgesamt 20,2 Prozent für Deutschland Endspiel-Chancen und 14,4 Prozent den Titel als möglich an. Nach dem Fehlstart ins WM-Jahr in Italien hatten gerade einmal noch zusammen 13,6 Prozent auf ein Finale mit dem DFB-Team und lediglich 9,0 Prozent auf den vierten WM-Triumph getippt.

Dass jedoch im WM-Land weiterhin skeptische Zurückhaltung herrscht, verdeutlicht der Vergleich mit den Werten unmittelbar nach Vorrunden-Auslosung: 27,4 Prozent sahen Klinsmanns Elf im Finale und sogar 17,6 Prozent sogar schon als neuen Weltmeister. Kurz vor dem WM-Test am Samstag (17.00 Uhr/live im ZDF) in Freiburg gegen Luxemburg gehen exakt zwei Drittel der Bevölkerung von einer Platzierung zwischen dem Achtelfinale (21,0 Prozent), dem Viertelfinale (24,9) und dem Halbfinale (20,7) aus.

Die DFB-Auswahl erwarten aber die meisten auch als härtesten Widersacher von Titelverteidiger Brasilien. Die 14,4 Prozent sind bei der Frage nach dem neuen Weltmeister hinter den Südamerikanern (51,9) der beste Wert vor Italien (4,9), Argentinien (4,6), den Niederlanden (2,6), England (1,4) und Spanien (1,2).

© SID

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