Fußball WM
Papst empfängt "Kaiser"

Im Rahmen seiner Reise nach Italien wurde Franz Beckenbauer in Rom von Papst Benedikt XVI. empfangen. Der Präsident des WM-Organisationskomitees bereist zurzeit alle Teilnehmerländer der WM 2006.

In seiner Funktion als Präsident des deutschen WM-Organisationskomitees wurde Franz Beckenbauer am Mittwoch in Rom von Papst Benedikt XVI. zu einer Audienz geladen. Während einer Generalaudienz kam es auch zu einer kurzen persönlichen Begegnung, an der neben Beckenbauer auch OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach, Berater Fedor H. Radmann und der ehemalige DFB-Teamchef Rudi Völler teilnahmen.

Papst will alle wichtigen Spiele im Fernsehen verfolgen

Dabei versicherte das Oberhaupt der katholischen Kirche: "Ich werde alle wichtigen Spiele im Fernsehen verfolgen". Er wünschte der deutschen Delegation viel Glück für die Organisation des sportlichen Großevents, der zweiten WM-Endrunde auf deutschem Boden nach 1974. Beckenbauer überreichte seinem bayerischen Landsmann, einst Kardinal von München und Freising, einen Wimpel mit dem Logo der Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli 2006).

Der "Kaiser" zeigte sich nach dem Zusammentreffen sehr beeindruckt: "Es ist eine Freude, den Papst persönlich zu treffen. Er ist sehr sympathisch. Er strahlt Würde und Ausgewogenheit aus. Man sagt, dass er einmal ein Fan von Bayern München war. Vielleicht stimmts. Dies war einer der bewegendsten Momente meines Lebens. Es ist ein Erlebnis, mit einem Papst über Fußball sprechen zu dürfen".

"Die Mannschaft wächst, wir hoffen auf einen Sieg"

Der Sport schien auch das bewegende Thema der Unterhaltung gewesen zu sein: "Benedikt XVI. hat sich für unsere Arbeit sehr interessiert, und er hat sich erkundigt, wie die Vorbereitungen laufen. Wir haben dem Papst erklärt, in welchen Stadien die Spiele geplant sind und welche Nationalteams dabei sein werden", berichtete der 60-Jährige. Joseph Ratzinger habe hervorgehoben, dass Deutschland bestimmt mit einer "sehr starken Nationalmannschaft" rechnen könne. "Die Mannschaft wächst, wir hoffen auf einen Sieg", antwortete Beckenbauer dem Papst.

Der Besuch in der italienischen Hauptstadt gehört zum zweiten Teil der Begrüßungs-Reise des "Kaisers" in die 31 - neben Gastgeber Deutschland - für die WM qualifizierten Länder. Weitere Stationen sind anschließend Warschau (28. Oktober) und Kiew (31. Oktober).

Der Auftakt der Willkommens-Reise hatte in Teheran, Riad, Seoul und Tokio eine große und sehr positive Resonanz gebracht. Am Montag weilte Beckenbauer in Lissabon. Bis zum Februar 2006 sollen alle Besuchsreisen abgeschlossen sein.

© SID

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