Fußball WM
Platini begeistert von deutschen WM-Festen

"Ich habe den Fußball erlebt, wie ich es mir nicht vorstellen konnte. Als Feste. Herrliche Stadien, von denen auch der deutsche Fußball profitieren wird", zeigte sich Frankreichs Idol Michel Platini von der WM angetan.

Die französische Fußball-Legende Michel Platini ist von der Stimmung bei der Fußball-WM in Deutschland begeistert. "Ich habe den Fußball erlebt, wie ich es mir nicht vorstellen konnte. Als Feste. Herrliche Stadien, von denen auch der deutsche Fußball profitieren wird", sagte der WM-OK-Chef von 1998 in einem kicker-Interview.

Großes Lob zollte der Europameister von 1984, der heute Mitglied der Exekutive des Weltverbandes Fifa und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) ist, auch der deutschen Mannschaft und ihrem Stürmerstar Miroslav Klose. "Ich habe das Team vorher nicht so häufig verfolgt. Aber die Regelmäßigkeit der starken Auftritte war schon imponierend", sagte Platini: "Die Überraschung für mich ist Miroslav Klose. Er spielt alle vier Jahre groß auf, schon 2002. Er spielt ein riesiges Turnier. Dabei ist er mit Werder Bremen in der Champions League gar nicht groß in Erscheinung getreten."

Platini kritisiert durchschnittliches Spielniveau der WM

Kritik äußerte der Franzose, der sich im kommenden Jahr um die Nachfolge von Lennart Johansson als Uefa-Präsident bewerben wird, am durschnittlichen Spielniveau der WM, den Schiedsrichtern und dem Ticketing. "Ich denke nicht, dass wir ein besonders hohes Niveau erlebt haben", sagte Platini und forderte: "Wir brauchen mehr Zidanes, Ronaldinhos oder Messis. Wegen dieser Typen gehen die Fans ins Stadion. Athleten und Läufer erleben sie bei Olympia."

Allerdings habe er nicht so viele Spiele wie Franz Beckenbauer gesehen, sagte Platini: "Ich habe ja kein Flugzeug". Das Ticketing sah der 72-malige Nationalspieler als "problematisch" an, "aber das Thema wird bei der Fifa aufgearbeitet." Die Schiedsrichter sind laut Platini "schon länger ein Problem. Sie zücken zu schnell die Karten. Fußball ist ein Männersport."

Seinem französischen Team, das im Halbfinale am Mittwoch auf Portugal trifft, traut der einstige Spielmacher den großen Coup zu: "Wir haben nicht mehr die beste Mannschaft der Welt, aber das Team ist nur sehr schwer zu bezwingen."

© SID

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