Fußball WM
Portugal zittert, Elfenbeinküste fast durch

Die Qualifikation zur WM 2010 wird für das portugiesische Team zur Zitterpartie. Ronaldo und Co. kamen nur zu einem 1:1 in Dänemark. Die Elfenbeinküste ist so gut wie qualifiziert.

Portugals Starteam hat das direkte WM-Ticket so gut wie verspielt. Die Mannschaft um Weltfußballer Cristiano Ronaldo kam in Dänemark nur zu einem 1:1 und muss sogar um die Teilnahme an den Play-offs zur Endrunde der WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bangen. Portugal liegt in der Europa-Gruppe 1 drei Spiele vor Schluss sieben Punkte hinter Spitzenreiter Dänemark und drei Zähler hinter dem Tabellenzweiten Ungarn (1:2 gegen Schweden).

Nicklas Bendtner (42.) vom FC Arsenal erzielte das Tor für die Dänen. Liedson (86.) rettete die Portugiesen, die bei einer Niederlage bereits das direkte WM-Ticket verspielt hätten.

Zwei Eigentore eines Italien-Legionärs hielten unterdessen Weltmeister Italien auf WM-Kurs. Georgiens Abwehr-Routinier Kachaber Kaladse, seit 2001 in Diensten des AC Mailand, versenkte beim 0:2 gegen die "Squadra Azzurra" zweimal den Ball im eigenen Tor (57./67.).

Italien bleibt Tabellenführer der Gruppe 8

Italien ist mit 17 Punkten aus sieben Spielen weiter Tabellenführer der Gruppe 8, Verfolger Irland (16/8) bleibt nach einem 2:1 auf Zypern aber in Schlagdistanz. Bulgarien (11/7) wahrte seine WM-Chance durch ein 4:1 gegen Montenegro. Europameister Spanien marschiert mit Riesenschritten der direkten Qualifikation entgegen. Das Team von Trainer Vicente del Bosque fegte Belgien in La Coruna mit 5:0 vom Platz und steht nach dem siebten Sieg im siebten Spiel in der Gruppe fünf ganz kurz vor dem Ziel.

Für Frankreich wird es im Rennen um die direkte WM-Qualifikation ganz eng. Der Weltmeister von 1998 kam mit Edeljoker Franck Ribery von Bayern München in der Gruppe sieben nicht über ein 1:1 gegen Rumänien hinaus und liegt drei Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter Tabellenführer Serbien. Die Serben können am Mittwoch mit einem Sieg im direkten Duell den Sprung zur Endrunde vorzeitig schaffen.

Russland löste seine Pflichtaufgabe und steuert auf ein Endspiel um das direkte WM-Ticket gegen Deutschland zu. Das Team von Trainer Guus Hiddink bezwang Liechtenstein 3:0 und liegt mit 18 Punkten in der Gruppe vier einen Zähler hinter der DFB-Auswahl, die am 10. Oktober in Moskau antreten muss.

Hitzfeld siegt gegen Rehhagels Griechen

Ottmar Hitzfeld hat derweil im deutschen Trainerduell mit Otto Rehhagel die Nase vorn. Die Schweizer Nationalmannschaft des ehemaligen Münchner und Dortmunder Meistermachers besiegte im Spitzenspiel der Gruppe zwei Rehhagels Griechen 2:0. Die Eidgenossen übernahmen mit 16 Punkten die Tabellenführung und liegen drei Zähler vor Griechenland und Lettland (1:0 in Israel).

In Afrika hat die Elfenbeinküste ihr Ticket so gut wie in der Tasche. Der Afrikameister von 1992 fertigte Burkina Faso mit 5:0 ab und liegt zwei Spieltage vor dem Abschluss der Gruppe E sechs Punkte und 15 Tore vor dem Gegner und einzigen Verfolger.

Ein Bundesliga-Quintett steht mit Bosnien-Herzegowina vor dem Einzug in die Play-offs. Das Team um Zvjezdan Misimovic, Edin Dzeko (beide VfL Wolfsburg), Vedad Ibisevic, Sejad Salihovic (beide 1 899 Hoffenheim) und Zlatan Bajramovic (Eintracht Frankfurt) setzte sich in Armenien mit 2:0 durch und hat beste Aussichten, hinter Spanien den zweiten Platz der Gruppe fünf zu erreichen. Verfolger Türkei mühte sich zu einem 4:2 gegen Estland.

Slowakei verpasst Vorentscheidung

In der Gruppe drei verpasste Spitzenreiter Slowakei (2:2 gegen Tschechien) eine Vorentscheidung. Hinter den Slowaken (16 Punkte) darf Nordirland (1:1 in Polen), das ein Spiel mehr absolviert hat, mit 14 Punkten auf die WM-Teilnahme hoffen. Kroatien rückte in der Gruppe sechs vor dem direkten Duell am Mittwoch mit einem 1:0-Sieg gegen Weißrussland bis auf vier Punkte an Tabellenführer England heran.

Berti Vogts dagegen bleibt als Trainer von Aserbaidschans Nationalelf glücklos - der frühere Bundestrainer kassierte mit dem Außenseiter mit einem 1:2 gegen Finnland die sechste Niederlage im siebten Spiel.

© SID

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