Fußball WM
Prinz will keine Garantie für WM-Einsatz geben

Birgit Prinz will nicht garantieren, dass sie bei der WM 2011 für die deutsche Elf aufläuft. "Es ist an Bedingungen an mich selbst geknüpft", so die Rekord-Nationalspielerin.

Als am Mittwoch der erste Testlauf für die Frauen-WM 2011 über die Bühne ging, war Birgit Prinz natürlich mit von der Partie. Das Duell zwischen Weltmeister Deutschland und Vize Brasilien in ihrer Heimatstadt Frankfurt vor der bisher größten Kulisse in Europa wollte sich die Rekord-Nationalspielerin nicht entgehen lassen. Fraglich ist allerdings, ob die Galionsfigur des deutschen Frauenfußballs auch bei der WM im eigenen Land noch das Trikot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trägt.

"Es gibt keine Garantien"

"Tatsache ist, dass die WM 2011 noch zwei Jahre entfernt ist. Es gibt keine Garantien. Die WM ist natürlich ein großes Ziel für mich, aber es ist an Bedingungen an mich selbst geknüpft", sagte die zweimalige Weltmeisterin: "Ich werde nicht spielen, wenn ich denke, ich bringe es nicht mehr und wenn ich der Mannschaft nicht mehr weiterhelfen kann."

Die Aussagen der 31-Jährigen, die in ihrer Karriere Titel wie Briefmarken sammelte (zwei WM-Triumphe, vier EM-Erfolge, zweimal Olympia-Bronze, dreimal Weltfußballerin, drei Uefa-Cup-Siege, neun deutsche Meisterschaften, neun DFB-Pokalsiege, einmal US-Meister, WM-Torschützenkönigin, beste WM-Spielerin), kommen allerdings nicht allzu überraschend.

"Das war nicht sinnvoll"

Die als extrem selbstkritisch bekannte Prinz weiß selbst, dass sie derzeit nicht in der überragenden Form der vergangenen Jahre ist. Schuld daran sind in erster Linie zahlreiche Verletzungen seit den Olympischen Spielen 2008. "Das war nicht so sinnvoll. Manchmal kann man in Mannschaftssportarten aber nicht so entscheiden wie man möchte", meinte Prinz im Rückblick auf die vergangenen Monate, in denen sie ihre Verletzungen nicht richtig auskurierte und oftmals zu früh wieder für den deutschen Meister 1. FFC Frankfurt auflief.

Neben den Verletzungen gibt es allerdings noch einen anderen Grund, warum es mit der einstigen Dominanz von Prinz auf dem Platz vorbei ist. Das zuletzt stark gestiegene Niveau im Frauenfußball lässt kaum noch Raum für dominierende Auftritte von Einzelnen. Auch DFB-Trainerin Silvia Neid weiß, dass die Kontrahentinnen stärker geworden sind. "Die anderen Nationen schlafen nicht", meinte Neid.

"Sie ist dabei, wenn die Leistung stimmt"

Trotz dieser Entwicklung hofft die Trainerin auf einen Verbleib ihrer Spielführerin im Nationalteam bis zur WM. "Birgit ist eine absolute Persönlichkeit und hat ein überragendes Standing in der Mannschaft. Ich würde mich freuen, wenn sie bis 2011 weitermachen würde", erklärte Neid, die allerdings auch eine WM-Teilnahme der Torjägerin von der Form abhängig macht: "Sie ist dabei, wenn die Leistung stimmt."

Sicher dabei ist Prinz, falls sie von weiteren Verletzungen verschont bleibt, bei der bevorstehenden EM in Finnland (23. August bis 10. September). Schon dort will die Stürmerin zeigen, was sie noch drauf hat: "Das ganze Jahr ist auf die EM abgestimmt. Für uns Spielerinnen ist die EM das, was zählt."

© SID

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