Fußball WM
Reizfigur Ahmadinedschad bleibt WM fern

Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad wird die Fußball-WM in Deutschland nun wohl doch nicht besuchen. "Es ist nicht geplant, dass Herr Ahmadinedschad nach Deutschland reist", ließ das Außenministerium verlauten.

Von einer möglichen Kontroverse wird die Fußball-WM aller Wahrscheinlichkeit nach verschont. Der höchst umstrittene iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad wird die Endrunde in Deutschland wohl nicht besuchen. "Es ist nicht geplant, dass Herr Ahmadinedschad nach Deutschland reist und sich dort ein Spiel im Stadion anschaut", sagte Reza Asafi, Sprecher des Außenministeriums, iranischen Journalisten.

Asafi dementierte damit Gerüchte über eine WM-Visite Ahmadinedschads. Diese waren aufgekommen, nachdem Irans Fußball-Verbandspräsident Mohammed Ali Dadkan bei einer Inspektion des WM-Stadions in Nürnberg für das erste Vorrundenspiel der Asiaten am 11. Juni gegen Mexiko erklärt hatte, Ahmadinedschad könne sich einen WM-Besuch durchaus vorstellen.

Die Bundesregierung hätte unterdessen einem Besuch des umstrittenen Präsidenten keinen Riegel vorgeschoben. "Natürlich kann er herkommen und sich die Spiele ansehen. Es wäre keine einfache Angelegenheit, nachdem er in der Vergangenheit unakzeptable Dinge gesagt hat. Ich werde sicherlich mit ihm darüber sprechen, aber wir sollten gute Gastgeber sein", hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor der Absage erklärt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%