Fußball WM
Ronaldo: "Mein Motto lautet: Ruhe bewahren"

Ronaldo stand in den letzten Wochen im Zentrum der Kritik. Immer wieder wurden Vorwürfe laut, dass der 29-Jährige zu dick sei und das Tor nicht mehr treffe. Im sid-Interview sprach der Brasilianer über seine Situation.

"Übergewicht" und "Torlosigkeit" waren die zwei Vokabeln, mit denen sich Brasiliens einstiger Vorzeige-Stürmer Ronaldo in den letzten Wochen herumschlagen musste. Beim 4:1-Triumph der Selecao über Japan traf der Stürmer von Real Madrid wieder. Im sid-Interview sprach der 29-Jährige über seine derzeitige Situation.

Frage: "Sie haben den ewigen WM-Torrekord von Gerd Müller eingestellt und jetzt ebenfalls 14 Treffer bei Endrunden erzielt. Was ist dieser Rekord für Sie wert?"

Ronaldo: "Der Rekord von Gerd Müller war natürlich ein Ziel für mich, aber viel wichtiger ist mir der WM-Titel. Es ist ein wunderbares Gefühl, nach zwei Spielen ohne Tor wieder zu treffen."

Frage: "Über ihre Form wurde schon viel spekuliert. Es hieß, sie haben Gewichtsprobleme. Fieber und Blasen an den Füßen störten ihre WM-Vorbereitung. Sind Sie fit für dieses Turnier?"

Ronaldo: "Ich bin nicht hier, um irgendwelchen Außenstehenden Rede und Antwort zu stehen. Ich kenne meinen Körper genau. Ich bin nach 45 Tagen ohne Training nicht in der besten physischen Verfassung zur WM gekommen. Deshalb musste ich viel arbeiten, um den Rückstand aufzuholen. Aber alles läuft genau nach Plan. Natürlich gibt es noch viel, was ich verbessern muss."

Frage: "Hat Sie die Kritik der letzten Tage und Wochen in der Ehre verletzt, oder wurden Sie dadurch nur mehr angestachelt?"

Ronaldo: "Mein Motto lautet: Ruhe bewahren. In euphorischen Momenten flippe ich nicht aus, und wenn es einmal schlecht läuft, lasse ich nicht gleich den Kopf hängen. Die beiden Tore geben mir jetzt natürlich Selbstvertrauen. Nachdem ich die ersten Chancen vergeben hatte, dachte ich schon, der Ball ginge heute wieder nicht rein."

Frage: "Wie werden Sie den persönlichen Triumph feiern?"

Ronaldo: "Jetzt will ich erst einmal ausruhen. Die Tore widme ich meinem Sohn Ronald, der heute im Stadion war. Es ist wichtig, dass ich wieder lachen kann."

© SID

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