Fußball WM
Ronaldo ohne Beschwerden im Training

Ohne Probleme konnte Superstar Ronaldo am Dienstagmorgen in Königstein am Training der brasilianischen Nationalmannschaft teilnehmen. Den 29-Jährigen plagten zuletzt Blasen an beiden Füßen.

Die Sorgen um die Gesundheit von Brasiliens Fußballstar Ronaldo waren anscheinend unbegründet. Der 29-Jährige konnte am Dienstagmorgen trotz seiner Blasen an den Füßen die erste Trainingseinheit der Selecao in Königstein ohne erkennbare Probleme mitmachen.

"Er hat von uns das Okay bekommen", erklärte Teamarzt Jose Luiz Runco. "Wenn die WM heute los gegangen wäre, würde er auch mitspielen." Ronaldo macht Nähte in der Innenseite des Schuhs für die Probleme verantwortlich und teilte dem Hersteller (Nike) schon seine Änderungswünsche für die eigens an seinen Fuß angepassten Fußballstiefel mit.

Der Stürmer ist einer von vielen Weltstars im Team der Brasilianer - für Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira ist das allerdings kein Grund für ein stressfreies Leben. "Ein bisschen Adrenalin ist ja nicht schlecht, aber ich schlafe schlechter, esse weniger", berichtete der Weltmeister-Coach von 1994 am Dienstag im WM-Quartier der "Selecao". Die Blasen am Fuß des Stürmerstars Ronaldo machen ihm zwar keine Sorgen mehr, dafür bereiten dem 63-Jährigen jetzt die WM-Schiedsrichter Kopfzerbrechen.

Parreira misstraut dem "Schutz der Stars"

Denn Parreira misstraut dem von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter geforderten Schutz der Stars durch die Referees. "Diese Sprüche höre ich jedes Mal vor einer WM. Natürlich ist die Idee gut. Aber ich möchte sehen, dass sie in die Praxis umgesetzt wird", erwiderte Parreira, der um sein "magisches Quartett" Ronaldinho, Ronaldo, Kaka und Adriano besorgt ist. Der Trainer ergänzte: "Wenn die Vorgaben umgesetzt werden, ist das gut für den auf Technik basierenden Fußball, vor allem für uns Brasilianer." Der Brasilianer wünscht sich weniger Spiel-Unterbrechungen, damit "der Ball mindestens 70 Minuten rollt". Fifa-Boss Blatter hatte am Montag die 21 WM-Schiedsrichter aufgefordert, bei übergroßer Härte speziell gegen die Topspieler der Endrunde mit aller Konsequenz durchzugreifen.

Nach 14 Tagen Trubel im Schweizer Weggis herrschte bei den ersten Übungseinheiten der Brasilianer im Taunus-Kurort ungewohnte Stille. Nur vom direkt neben dem Sportplatz "Altkönigblick" gelegenen Gymnasium schallten Anfeuerungsrufe der Schüler herüber. Der Medienrummel nahm dagegen zu. Parreira zählte auf der Pressekonferenz laut die Kameras. 35 Film-Objektive waren auf ihn gerichtet.

Dennoch bewertet der Nationaltrainer die Abgeschiedenheit im neuen WM-Quartier positiv. "Die Bedingungen hier sind exzellent. Und das Training ohne Publikum wird uns helfen, die Konzentration ganz auf die WM zu fokussieren", so der Übungsleiter der "Selecao", der auch einen Ausblick auf ein mögliches Finale gegen WM-Gastgeber Deutschland wagte: "Für sie wäre es natürlich eine willkommene Gelegenheit, für die Endspiel-Niederlage 2002 Revanche zu nehmen. Ich hoffe aber, dass sie dann erneut keinen Erfolg haben."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%