Fußball WM
Rooney erstmals wieder auf dem Trainingsplatz

Erste Übungen auf dem Trainingsgelände der englischen Nationalmannschaft nähren die Hoffnungen auf ein rechtzeitiges Comeback von Stürmer Wayne Rooney. Der 20-Jährige konnte allerdings noch nicht mit dem Ball arbeiten.

Im Lager der englischen Nationalmannschaft dreht sich derzeit alles um Wayne Rooney. Der Topstürmer kämpft sechs Wochen nach seinem Mittelfußbruch weiter um die WM-Teilnahme. Der 20 Jahre alte Angreifer von Manchester United absolvierte am Dienstag bei der ersten Trainingseinheit der englischen Nationalmannschaft im Bühlertal erste leichte Übungen, während der Rest des Teams bereits aktive Ballarbeit betrieb. Rooney feilte am Rande des Platzes vor allem an seiner Schnelligkeit.

Am Mittwoch wird Rooney das WM-Quartier der "Three-Lions" allerdings schon wieder in Richtung Manchester verlassen. Dort wird er noch einmal mittels einer Kernspintomographie am verletzten Mittelfuß untersucht.

"Ich war immer der Überzeugung, dass Wayne Rooney bei der WM für uns spielen wird. Er sieht wirklich sehr, sehr gut aus. Ich weiß, Wayne ist ein Riesenthema und ein außergewöhnlicher Fußballer. Aber lasst uns jetzt erstmal abwarten. Spätestens am Donnerstagmorgen wissen wir mehr", sagte der völlig entspannt wirkende Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson und antwortete auf die Frage, ob England auch ohne Rooney den ersten WM-Titel seit 40 Jahren gewinnen könne, trocken: "Ja."

Am Donnerstag soll Rooney wieder zur Mannschaft stoßen und im besten Fall bereits im abschließenden Vorrundenspiel gegen Schweden am 20. Juni in Köln wieder mit von der Partie sein. Die Behandlungsdauer eines Fußbruchs liegt im Normalfall bei drei Monaten.

Doch Rooney konnte am Dienstag im beschaulichen Bühlertal vor 200 geladenen Zuschauern und mindestens doppelt so vielen Medienvertretern im Einzeltraining in der Nähe der Eckfahne sein komplettes Programm durchziehen. Kurze Sprints und zahlreiche Steigerungsläufe absolvierte er schmerzfrei, selbst stramme Torschüsse bereiteten dem "Manu"-Ass keine Probleme mehr.

"Es wäre für uns natürlich unheimlich wichtig, wenn Wayne mit einem positiven Ergebnis von der Untersuchung zurückkommt. Das würde uns nochmal einen richtigen Schub geben. Schließlich haben wir ein großes Ziel", sagte Englands Nationaltorwart Paul Robinson von Tottenham Hotspur, der im Gegensatz zu David Seaman bei der WM 2002 in Südkorea und Japan dem Weltmeister von 1966 den nötigen Rückkhalt verleihen soll.

Neben Rooney bereitet Coach Eriksson aber auch Kapitän David Beckham Sorgen. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid, der im Bühlertal von kreischenden Teenies empfangen wurde und nach dem Training wie das gesamte Team eifrig Autogramme schrieb, laboriert seit dem 6:0-Kantersieg bei der Generalprobe gegen Jamaika an einer Knöchelverletzung. Auch Ashley Cole von Arsenal London trainierte aufgrund von Knieproblemen nicht mit der Mannschaft. Beide sollen aber bis zum Auftakt gegen Paraguay am Samstag in Frankfurt wieder fit sein.

Treffsicher im Elfmeterschießen

Der Rest der Mannschaft absolvierte ein rund zweistündiges Übungsprogramm mit einem Spiel "Jung gegen Alt" und einem abschließenden Elfmeterschießen. Dabei präsentierten sich Rio Ferdinand und Co. überraschend treffsicher. "Wir sollten das Elfmeterschießen aber nicht so trainieren wie heute. Wir Keeper sollten vorher wissen, wohin die Spieler schießen, damit sich die Jungs ganz auf den platzierten Schuss in die Ecke konzentrieren müssen", meinte Robinson.

Am Rande des ersten Trainings der Engländer wurde zudem bekannt, dass der nach dem Turnier scheidende Schwede Eriksson offenbar bereits seine Zusage als Vereinstrainer bei Real Madrid für die kommende Saison gegeben hat. Für den Fall einer Wahl des Präsidentschaftskandidaten Aturo Baldasano soll Eriksson seinen Wechsel zum spanischen Rekordmeister bereits versprochen haben.

© SID

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