Fußball WM
Schweizer trotz Niederlage für WM qualifiziert

Die Schweizer Nationalmannschaft ließ sich von der hitzigen Atmosphäre in Istanbul nicht beeindrucken und qualifizierte sich für die WM 2006 in Deutschland. Dank des 2:0 Hinspielsieges, reichte dafür eine 2:4-Niederlage.

Die Atmosphäre war hitzig und bereits vor dem Spiel hatten sogenannte Fans versucht die Schweizer Nationalmannschaft einzuschüchtern, aber dennoch behielten die Eidgenossen die Nerven: Die Schweiz hat sich in der "Hölle von Istanbul" die insgesamt achte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft gesichert. Die Mannschaft von Trainer Köbi Kuhn unterlag beim WM-Dritten Türkei im Play-off-Rückspiel zwar mit 2:4 (1:2), schaffte nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel aber dennoch die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland.

Nach der frühen Führung durch Alexander Frei (2.) per Handelfmeter, mussten die Eidgenossen nach Toren von Tuncay (22., 36.) und Necati Ates (52., Foulelfmeter) jedoch kräftig zittern, ehe der eingewechselte Stuttgarter Bundesliga-Profi Marco Steller (84.) die erste WM-Teilnahme seit 1994 in den USA endgültig perfekt machte. Die Türken verpassten hingegen ihre drittes Ticket zur WM nach 1954 und 2002. Der vierte Treffer der Gastgeber durch Tuncay (89.) kam zu spät für die Wende.

Nachdem die Schweizer bereits bei ihrer Ankunft, als der Mannschaftsbus auf dem Weg vom Flughafen ins Teamhotel Ceragan Palace mit Eiern und Milchtüten beworfen wurde, einen Vorgeschmack auf die brisante und emotionsgeladene Partie erhielten, begannen sie das Spiel hoch konzentriert.

Handspiel von Alpay

Nach wenigen Sekunden spielte der Kölner Alpay den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, Frei verwandelte sicher für die Gäste, die das Spiel mit den Bundesliga-Profis Raphael Wicky (Hamburger SV), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt) und Philipp Degen (Borussia Dortmund) begannen.

Danach entfachten die Türken, bei denen neben Alpay auch der Schalker Hamit Altintop von Beginn an auflief, einen Sturmlauf und kamen zu guten Möglichkeiten. Die Halbzeitführung war die logische Konsequenz.

Nach dem Wechsel verwandelte Necati Ates einen von Streller verursachten Elfmeter, doch am Ende verpassten es die Gastgeber, den fehlenden fünften Treffer nachzulegen. Auf der anderen Seite hatte Frei (65./69.) gleich mehrfach den vorentscheidenden zweiten Treffer der Schweizer auf dem Fuß.

© SID

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