Fußball WM
sid-Umfrage: WM-Zuversicht gewachsen

Nach dem deutlichen 4:1 über die USA ist das Vertrauen in die deutsche Nationalmannschaft nach sid-Umfrage gewachsen. 13,8 Prozent der Befragten glauben, dass die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann Weltmeister wird.

Das Vertrauen in die deutsche Nationalmannschaft ist nach dem jüngsten 4:1-Erfolg gegen die USA deutlich gewachsen. Auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann geht gestärkt in die heiße Phase der WM-Vorbereitung. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts promit aus Dortmund im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Die Befragten sehen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ab sofort wieder als ersten Anwärter auf den WM-Titel hinter Titelverteidiger Brasilien. 13,8 Prozent glauben, dass die Klinsmann-Elf Weltmeister wird, vor dem USA-Spiel waren es nur 9,9 Prozent gewesen. Deutschland verdrängt damit die Italiener (9,2) wieder auf den dritten Platz. Unangefochtener Spitzenreiter in der Favoritenliste bleiben die Brasilianer. Mit 49,6 Prozent glaubt fast jeder zweite an einen WM-Titel für Ronaldinho und Co.

Ist das deutsche Team WM-tauglich?

Geradezu verblüffend deutlich ist die Tendenz in der Qualitätsbewertung der deutschen Mannschaft. Insgesamt 25,3 Prozent halten das komplette Team mittlerweile für WM-reif, in der vergangenen Woche waren es nur 11,8 Prozent gewesen. Alle Mannschaftsteile erzielten in diesem Punkt deutlichen Zuwachs: Dem Angriff attestieren mittlerweile 48,8 Prozent WM-Reife (zuletzt 32,1), das Mittelfeld stieg um mehr als 14 Punkte auf 54,7 Prozent, und selbst der zuletzt so hart kritisierten Abwehr wird immer mehr Vertrauen geschenkt (33,5, zuletzt 15,6).

Dennoch bleibt die Defensive der einzige Mannschaftsteil, dem mehrheitlich keine WM-Tauglichkeit attestiert wird (46,3). Entsprechend halten immerhin 35,1 Prozent eine Rückkehr des von Klinsmann ausgebooteten Dortmunders Christian Wörns für sinnvoll.

Rückenwind für Klinsmann

Der Bundestrainer selbst befindet sich derweil in der Gunst der Deutschen weiter im Aufwind, sein Rundumschlag gegen Teile der Medien nach dem Sieg gegen die USA tat diesem Trend keinen Abbruch. Insgesamt 46,1 Prozent der Befragten bewerten Klinsmanns Arbeit als gut bzw. sehr gut (zuletzt 38,2). 83,8 Prozent (zuletzt 80,2) sprechen sich gegen eine Beurlaubung des ehemaligen Weltklassestürmers noch vor der WM aus. Zudem hielten mehr Menschen Klinsmanns Medienkritik für gerechtfertigt (47,1) als überzogen (35,8).

Im Duell zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann um den WM-Stammplatz im deutschen Tor rechnet derweil eine große Mehrheit mit einem Erfolg des Kapitäns von Double-Gewinner Bayern München. 79,8 Prozent glauben, dass sich Klinsmann für Kahn entschieden wird, nur 12,5 Prozent rechnen mit Lehmann.

© SID

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