Fußball WM
Südafrikas WM-OK baut auf Horst R. Schmidt

Die Organisatoren der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bekommen wertvolle Unterstützung. DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt wird bei der Planung eine zentrale Rolle einnehmen, bestätigte Fifa-Chef Josef S. Blatter.

Nach der überaus erfolgreichen Weltmeisterschaft in Deutschland möchte auch Südafrika vom Know-How der deutschen Organisatoren profitieren. Aus diesem Grund wird DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt bei der Planung helfen. "Wir haben ihn jetzt unter Vertrag genommen. Mit Horst R. Schmidt haben wir den Mann, der in der Organisation genau der Richtige ist. Er hat zugesagt, dass er uns dort hilft, und das ist sehr wichtig für uns", bestätigte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter in einem Interview mit der ARD-Sportschau.

Schmidt selbst freut sich auf die Aufgabe: "Mein Ziel ist es, als Teamarbeiter meine Erfahrungen einzubringen und damit einen Beitrag zu leisten, dass die WM 2010 ein Erfolg wird." Laut Absprache mit der Fifa wird sich der 64-Jährige etwa eine Woche pro Monat mit dem Südafrika-Projekt befassen. Darüber hinaus wird er weiterhin seine Aufgaben beim DFB bis zum Ende seiner Amtszeit im November 2007 wahrnehmen.

Vizepräsident des deutschen WM-OKs

Schmidt war bereits bei der WM 2006 in Deutschland Vizepräsident des Organisationskomitees und soll den Südafrikanern in einem Büro in Johannesburg mit seiner Erfahrung die nötige Unterstützung bei der Bewältigung der zahlreichen Probleme geben. Blatter erklärte, dass Schmidt in den kommenden Jahren "der verlängerte Arm des Generalsekretärs der Fifa ist, er ist nicht nur sein Berater."

Schmidt sei anerkannt als "Kenner der Materie", lobte Blatter den DFB-Generalsekretär: "Man muss an die Psychologie des Afrikaners denken, man muss ihn nicht bemuttern, sondern mitziehen und sagen: Du kannst das. Das macht Horst R. Schmidt ganz undeutsch, und er macht das großartig."

Auch für DFB-Präsident Theo Zwanziger ist Schmidt "mit seiner großen Erfahrung und seinen vielfältigen Kenntnissen genau der richtige Mann." Zudem sei es für den DFB nach der großartigen WM in Deutschland eine Verpflichtung gewesen, "die Fifa und die südafrikanischen Gastgeber bei der Organisation der nächsten WM zu unterstützen."

Auch arme Bevölkerungsschichten sollen WM im Stadion erleben können

Blatter möchte bei der ersten Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden auch den armen Bevölkerungsschichten des Gastgeberlandes Einlass in die Stadien ermöglichen. Freikarten werde es zwar nicht geben, erklärte der Fifa-Boss: "Aber wir werden Karten subventionieren, damit ein Teil der armen Bevölkerung in die Stadien gehen kann. Wir können das dann schon beim Confederations Cup 2009 ausprobieren."

Blatter wird am 24. und 25. Oktober auf Einladung von Staatspräsident Mbeki in Südafrika sein und unter anderem im Parlament für die WM werben: "Ich werde nicht nur informieren, sondern motivieren. Die zentrale Botschaft wird sein, dass die Weltmeisterschaft nur durchgeführt werden kann, wenn nicht nur die Einheit des Volkes, sondern auch die Einheit der Politik da ist. Es gibt immer noch Kräfte in Südafrika, die zweifeln, ob man diese WM durchführen sollte."

© SID

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