Fußball WM
Ticket-Streit zwischen Fifa und WM-OK beigelegt

Der Weltverband Fifa und das Organisationskomitee (OK) der Weltmeisterschaft haben ihren Streit um das Ticket-Verkaufssystem beigelegt. Dies gab der für das Ticketing zuständige OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt bekannt.

Dicke Luft herrschte zuletzt zwischen dem deutschen Organisationskomitee (OK) der Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli) und dem Weltverband Fifa wegen des Ticket-Verkaufssystems. Die Unstimmigkeiten wurden jetzt aber beseitigt. "Ich habe mit dem Fifa-Präsidenten telefoniert. Er hat mir versichert, dass er Vertrauen zu uns hat. Das Gespräch war auch so angelegt, dass man alles als erledigt betrachten kann", sagte der für das Ticketing zuständige OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt am Donnerstag.

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hatte zuletzt das auf dem Internetkauf sowie Auslosungen basierende Ticketing kritisiert und erklärt, dass er es nicht verstehe. Warum der Weltverbands-Boss sich negativ geäußert hatte, konnte sich allerdings auch Schmidt nicht richtig erklären. "Es gab 20 Sitzungen bei der Fifa. Ich wüsste auch kein besseres System als unseres. Es gibt dazu keine Alternative", meinte der Funktionär.

Nur noch 50 000 bis 70 000 Karten zur Verfügung

Mittlerweile hat das OK rund 2,6 Mill. der 3,07 Mill. zur Verfügung stehenden Eintrittskarten verkauft. Die Tickets werden ab Ende März gedruckt und Ende April bis Anfang Mai zugestellt. Das OK geht davon aus, dass in der Last-Minute-Verkaufsphase ab dem 1. Mai lediglich noch 50 000 bis 70 000 Karten zur Verfügung stehen werden.

Beim Thema Sicherheit wies das OK darauf hin, dass auch die meist bei Verlosungen oder Gewinnspielen veräußerten Tickets der Sponsoren personalisiert werden. Auch die so genannten knapp 350 000 Hospitality-Karten, von denen nur noch wenige zum Verkauf stehen, sollen personengebunden werden. Die Vermarkter der Hospitality-Tickets wollten zwar keine genauen Angaben zu ihren Umsätzen machen, doch bereits jetzt haben sie die Einnahmen der WM 1998 (250 Mill. Euro) überschritten.

Aus Sicherheitsgründen kann allerdings die Kapazität der Parkhäuser in und an den Stadien, die an Spieltagen drei Stunden vor dem Anpfiff öffnen werden, nur begrenzt genutzt werden. Da jeder Wagen kontrolliert werden muss, würde eine volle Auslastung zu Staus führen.

© SID

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