Fußball WM
Uli Stein zeigt Verständnis für Lehmann-Ansprüche

In der Diskussion um die Torhüter-Rotation in der Nationalmannschaft hat sich nun auch Uli Stein zu Wort gemeldet. "Ich kann verstehen, wenn Jens Lehmann jetzt seine Ansprüche stellt", so der ehemalige Nationalkeeper.

Nach den neuerlichen Äußerungen von Jens Lehmann zum Thema Torwart-Rotation und dessen unterschwelligen Drohungen, möglicherweise bei der WM 2006 nicht als Ersatzkeeper der deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen zu wollen, hat sich nun auch der ehemalige Nationaltorhüter Uli Stein zu Wort gemeldet. "Spätestens Anfang nächsten Jahres muss die Nummer eins klar benannt werden, damit sich der Ärger von 1986 nicht wiederholt", sagte Stein der Berliner BZ am Sonntag mit Blick auf die "Suppenkasper-Affäre" bei der WM 1986 in Mexiko.

"Es ist seine letzte Chance"

Vor 19 Jahren hatte sich Teamchef Franz Beckenbauer erst unmittelbar vor Beginn der Endrunde für Toni Schumacher und gegen Stein entschieden. Der damalige Torwart des Hamburger SV nannte Beckenbauer daraufhin einen "Suppenkasper" und wurde nach Hause geschickt. "Wenn man kurz vor dem Spiel auf die Bank gesetzt wird, ist der Frust einfach extrem groß", meinte Stein: "Ich kann verstehen, wenn Jens Lehmann jetzt seine Ansprüche stellt. Es ist seine letzte Chance, noch einmal in einem großen Turnier zu spielen."

Lehmann steht heute im Länderspiel in Frankreich im Tor. Im Vorfeld des Klassikers gegen die "Equipe Tricolore" hatte der Schlussmann vom englischen Pokalsieger Arsenal London allerdings angedeutet, dass er im Falle einer Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann für seinen Rivalen Oliver Kahn zurücktreten werde.

© SID

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