Fußball WM
US-Coach Arena kritisiert WM-Schiedsrichter

USA-Coach Bruce Arena hat die bisherigen Schiedsrichterleistungen bei der WM in Deutschland scharf kritisiert. "Die Schiedsrichter sind exzessiv, sie verwarnen zu schnell, urteilen zu hart", meinte der 54-Jährige.

Die Inflation von Verwarnungen im bisherigen Verlauf der WM 2006 ist Bruce Arena ein Dorn im Auge. Der Nationalcoach der USA hat einen Tag nach dem 1:1 seiner Mannschaft gegen Italien die harten Schiedsrichter-Entscheidungen bei der Weltmeisterschaft kritisiert. Der 54-Jährige bemängelte, dass im bisherigen Turnier zu schnell Gelbe Karten gezogen würden. "Die Schiedsrichter sind exzessiv, sie verwarnen zu schnell, urteilen zu hart", meinte Arena: "Jetzt sind einige der besten Spieler gesperrt, das ist nicht gut für das Spiel."

Als besonders prägnantes Beispiel führte Arena die Verwarnung für den Ghanaer Asamoah Gyan an, der wegen eines zu schnell ausgeführten Foulelfmeters die Gelbe Karte sah: "Das war seine zweite Gelbe, dieser Spieler fehlt jetzt in der nächsten Partie. So etwas geht einfach zu weit."

"Mastroeni hat sich furchtbar verschätzt"

Auch die Gelb-Rote Karte gegen seinen Verteidiger Eddie Pope sah Arena als zu hart an: "Sicher war das ein Foul, aber nicht jedes Foul muss gleich eine Karte geben. Es gibt auch einfach nur Fouls." In der Partie gegen die Italiener hatte Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay auch den Italiener Daniele De Rossi wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gezeigt (28.) und 17 Minuten später den US-Amerikaner Pablo Mastroeni wegen groben Foulpiels vom Platz gestellt. "Die beiden Karten waren klar", sagte Arena, "Mastroeni hat sich einfach furchtbar verschätzt."

Der New Yorker stimmt mit seiner Kritik mit Franz Beckenbauer überein. Auch der WM-Organisationschef hat die Schiedsrichter bereits mehrmals kritisiert. "Fußball ist doch kein Schachspiel. Ansonsten müssen wir Basketball spielen", schimpfte Beckenbauer und warf Larrionda ein unverhältnismäßig hartes Durchgreifen vor. Der "Kaiser" hatte zuvor bereits auch die schnellen Gelben Karten wegen angeblicher Zeitverzögerung angesprochen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%