Fußball WM
Weltmeisterinnen wieder auf deutschem Boden

Rund 26 Stunden nach ihrem Finaltriumph gegen Brasilien sind die deutschen Weltmeisterinnen am Montag auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt/Main gelandet. Der offizielle Empfang fand am Frankfurter "Römer" statt.

Die deutschen Weltmeisterinnen sind rund 26 Stunden nach dem WM-Triumph am Montag auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt/Main gelandet. Die Lufthansa-Maschine LH 729 aus Schanghai mit dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), das am Sonntag mit dem 2:0-Erfolg gegen Brasilien den 2003 erstmals errungenen WM-Titel erfolgreich verteidigt hatte, setzte um 18:01 Uhr auf, 34 Minuten früher als ursprünglich erwartet.

Angeführt von DFB-Trainerin Silvia Neid, die einen riesigen Blumenstrauß in der Hand hielt, und Kapitänin Birgit Prinz, den WM-Pokal lässig in der rechten Hand, verließ das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) 20 Minuten nach der Landung am Rhein-Main-Flughafen den Jumbo "Sachsen" aus Schanghai über die Gangway und wurde auf dem Rollfeld von einem großen Komitee in Empfang genommen.

Bundestrainer Joachim Löw stand als erster Gratulant am Ende der Gangway und begrüßte im Blitzlichtgewitter der Fotografen und eingefangen von mehreren Kamerateams jede Weltmeisterin mit einem Küsschen links und rechts. "Ich habe am Sonntag die Bundesliga einfach mal sausen lassen und das Spiel der deutschen Frauen genossen. Ich bin begeistert von ihrem Spiel und dem Tempo", sagte der Chefcoach der deutschen Männer-Nationalmannschaft.

Birgit Prinz: "Die Nacht war sehr lang"

Gleichzeitig knipste die ehemalige DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer, die das deutsche Frauenteam 2003 zum ersten WM-Titel geführt hatte, eifrig Erinnerungsfotos. Angesichts einer durchfeierten Nacht und eines langen Fluges nach dem 2:0 im Finale gegen die Brasilianerinnen trugen einige der Damen Sonnenbrillen.

Auch Birgit Prinz zeigte sich sehr gelöst. "Die Nacht war lang oder auch kurz. Ich habe mit der Mannschaft gefeiert, mir aber auch ein bisschen Zeit für mich genommen und den Moment genossen", sagte die Spielführerin. Und Weltrekord-Torhüterin Nadine Angerer, die im gesamten Turnier ohne Gegentreffer geblieben war und damit einen Weltrekord aufgestellt hatte, waren die Strapazen der langen Nacht deutlich anzusehen. "Wir waren spät im Hotel, dann gab es ein Abendessen und die 'blaue Stunde'. Die Party begann gegen zwei Uhr und dauerte bis zur Abfahrt zum Flughafen", berichtete Angerer in der ARD.

Um 18:01 setzte die Maschine LH 729 auf dem Flughafen Frankfurt nach einem elfstündigen Flug auf. Aus dem Cockpit winkte mit einer riesigen Deutschland-Fahne in der Hand und der Goldmedaille um den Hals Mittelfeldspielerin Melanie Behringer. Vom Frankfurter Airport aus ging es für das Team um die Ausnahmefußballerinnen Prinz und Angerer in einem von einer Polizei-Eskorte begleiteten Bus 17 Kilometer in die Innenstadt der Bankenmetropole zum offiziellen Empfang im Rathaus am Römerberg.

Mehrere tausend Fans am Frankfurter "Römer" Dort folgte dann für die DFB-Delegation der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt und die offizielle Begrüßung im Kaisersaal - für zwölf Weltmeisterinnen sogar zum zweiten Mal nach 2003. Neben Frankfurts Sportdezernentin Daniela Birkenfeld, die die in den USA weilende Oberbürgermeisterin Petra Roth vertrat, waren auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch, Innenminister Volker Bouffier sowie die Sozial- und Familienministerin Silke Lautenschläger angekündigt.

Am Römerberg herrschte schon zwei Stunden vor der Ankunft des deutschen Teams, das als erste Mannschaft überhaupt den WM-Titel hatte erfolgreich verteidigen können, Volksfestimmung. Mehrere tausend Menschen versammelten sich unter dem Balkon des Rathauses, wo traditionell die großen Erfolge deutscher Teams wie auch die WM- und EM-Titel der Männer-Mannschaft gefeiert werden. Kinder und Jugendliche waren in den Farben der deutschen Nationalflagge geschminkt und hatten die Nationaltrikots von der Männer-WM 2006 im eigenen Land aus den Schränken geholt.

Auf dem Platz war eine riesige Bühne aufgebaut, von der aus einen buntes Rahmenprogramm präsentiert wurde. Die Ex-Nationalspielerinnen Steffi Jones und Nia Künzer, die im WM-Finale 2003 in Carson/USA das Golden Goal zum 2:1 gegen Schweden erzielt hatte, gaben den vielen Fans eifrig Autogramme.

© SID

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