Fußball WM
WM-Kampagne gegen Rassismus

Um ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen, startet die Fifa zusammen mit dem WM-Organisationskomitee und der Organisation Fare eine Kampagne. Vor allem an die Verantwortung der Fans soll appelliert werden.

Eine geeignete Bühne bietet die WM auch im Kampf gegen Rassismus. "Wir wollen durch unsere Programme erreichen, dass diejenigen, die bislang geschwiegen haben, bei der WM den Mund aufmachen und sich von der Fremdenfeindlichkeit distanzieren", sagte Hans Florin, beim WM-Organisationskomitee (OK) für die Sicherheit zuständig, am Freitag in Berlin.

Das OK und der Weltverband Fifa haben in Zusammenarbeit mit der Fare (Fans Against Racism in Europe) ein Anti-Rassismus-Programm als klares Signal gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ausgearbeitet. So wird vor Beginn aller 64 WM-Spiele ein riesiges rundes Banner am Mittelkreis mit der Botschaft "A time to make friends" ausgelegt.

Außerdem soll an einem Viertelfinaltag ein Anti-Rassismus-Tag ausgerufen werden. "Es freut uns, dass die Fifa erstmals eine solche Kampagne ins Leben gerufen hat. Wir erwarten, dass sie über die WM hinaus aktiv bleibt", sagt Fare-Direktor Piara Power.

Fans sind Teil der Lösung

Zudem sollen in enger Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) mobile und stationäre Fanbotschaften in den WM-Städten und auf den Fanfesten für Aufklärung und Prävention sorgen. "Fußball-Fans sind nicht das Problem, sie sind Teil der Lösung", sagte KOS-Leiter Thomas Schneider. Man werde sich während der WM aller Probleme annehmen. "Das ist nicht nur Service, sondern der Beginn der Prävention", so Schneider.

Die Kosten für diese Kampagnen belaufen sich auf vier Mill. Euro. Bereits am 28. März hatte die Fifa die Neufassung von Artikel 55 im Disziplinarreglement verabschiedet, wonach menschenverachtendes Verhalten von Spielern, Offiziellen oder Zuschauern, die einer Mannschaft zugeordnet werden können, mit Punktabzügen und bei wiederholten Vergehen auch mit einem Ausschluss von Veranstaltungen bestraft werden.

© SID

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