Fußball WM
WM-Ticketsystem beunuhigt Fifa-Boss Blatter

Knapp einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft in Deutschland sorgt sich Fifa-Boss Joseph S. Blatter weiterhin um das Ticketsystem. "Wir wollen keine halbleeren Stadien", so der 70-Jährige beunruhigt.

Das Ticketsystem bei der Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) treibt Fifa-Boss Joseph S. Blatter weiter die Sorgenfalten auf die Stirn. Bei einem Besuch in London gab der Schweizer Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa seiner Besorgnis Ausdruck. "Wir haben nur noch vier Wochen, um dieses Problem zu lösen. Ich kann mir vorstellen, dass Fans mit einer Karte in der Hand ins Stadion wollen, aber nicht eingelassen werden. Wir wollen keinen halbleeren Stadien, und die Fans stehen draußen und kommen nicht rein", sagte Blatter bei einem Treffen mit britischen Medienvertretern.

Fans müssen sich bei Einlasskontrolle ausweisen können

Er hob damit erneut auf die hohen Sicherheitsstandards ab, die in Deutschland gelten. Jeder Fan, der bei einem WM-Spiel ins Stadion gelangen möchte, muss jene Person sein, dessen Name auf dem Ticket gedruckt ist. Seine Identität muss derjenige durch einen Ausweis nachweisen. Bei der Einlasskontrolle an den zwölf WM-Arenen wird es Stichprobenkontrollen geben.

Das Eintrittskartensystem soll eine höchstmögliche Sicherheit garantieren, außerdem soll mit dieser Maßnahme der Schwarzmarkthandel mit WM-Tickets bekämpft werden. Blatter: "Es ist verständlich, wenn die deutschen Behörden darauf bestehen, um zu wissen, wer im Stadion ist. Damit die Anhänger sicher sein können. Deshalb muss jeder Fan mit seinem Ausweis ins Stadion kommen. Andererseits stellt sich die Frage nach der Datensicherheit. Schließlich müssen die Fans persönliche Informationen über sich selbst preisgeben. Die deutschen Behörden fühlen sich mit der Situation nicht wohl, und mit der Fifa ist es genauso."

Erst am vergangenen Freitag (5. Mai) hatte es in Zürich ein Gipfeltreffen der Fifa-Spitze mit Blatter und Generalsekretär Urs Linsi mit WM-OK-Chef Franz Beckenbauer und dem 1. Vize-Präsidenten Horst R. Schmidt gegeben. In der Fifa-Erklärung hieß es da: "Beide Parteien zeigten sich mit den Vorbereitungen sehr zufrieden und stellten fest, dass die vor Jahren getroffenen Vereinbarungen beidseits gut umgesetzt worden sind. In den letzten Wochen muss nur noch der Feinschliff gemacht werden. Sowohl das OK als auch die Fifa sehen der WM mit sehr positiven Erwartungen entgegen."

© SID

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