Fußball WM
Zico beklagt Benachteiligung der "Kleinen"

Japans Nationaltrainer Zico hat die Spielansetzungen bei der WM kritisiert. "Man kann nicht einfach einen Spielplan erstellen, in dem Brasilien und Deutschland sich nicht vor dem Finale kreuzen", sagte der Brasilianer.

Der Trainer der japanischen Nationalmannschaft, Zico, hält die Weltmeisterschaft für ein abgekartetes Spiel. "Man kann nicht einfach einen Spielplan erstellen, in dem Brasilien und Deutschland sich nicht vor dem Finale kreuzen", echauffierte sich der frühere Weltklasse-Regisseur Brasiliens in einem Interview mit der Nachrichtenagentur EFE. Der 53-Jährige machte seine Kritik weiterhin am WM-Spielplan und Schiedsrichterleistungen in der Vergangenheit fest.

"Große Teams müssen immer vorne sein"

"Ich verstehe nicht, wie ein Team wie Argentinien, das bei der letzten WM in der Vorrunde gescheitert ist, gesetzt wird. Vielleicht, weil es vor 20 Jahren eine WM gewonnen hat?", stichelt Zico, der erkannt haben will, dass "die großen Teams immer vorne sein müssen".

"Auch die Schiedsrichter-Entscheidungen bevorteilen immer die Großen", fährt der "weiße Pele" in seiner Generalabrechnung fort und führt die Benachteilung Japans beim 2:2 gegen Brasilien im letztjährigen Confederations-Cup als Beispiel an.

Mit der Auswahl Nippons sieht sich Zico bei der Endrunde in Deutschland in der Pflicht. "Japan muss jetzt auch mal außerhalb seines Kontinents Gutes leisten, weil es in Asien schon alles gewonnen hat. Aber im Ausland macht sich noch die fehlende Tradition seines Fußballs bemerkbar", erklärt der Nationalcoach, der nach der WM 2002 die Nachfolge vom Franzosen Philippe Troussier angetreten hatte.

© SID

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