Fußball WM
Zwanziger: Bundeswehr bei der WM nur im Notfall

Im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Deutschland wird viel über die Sicherheit in den WM-Städten diskutiert. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat sich dabei gegen einen weitreichenden Einsatz der Bundeswehr ausgesprochen.

Die Sicherheit bei der WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Forderungen nach einem weitreichenden Einsatz der Bundeswehr hat der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, nun zurückgewiesen. "Panzer im Umfeld von Stadien: Das wäre nicht in meinem Sinne", sagte Zwanziger der Wochenzeitung "Die Zeit". Man habe sich beworben auch mit dem Versprechen, hier fröhliche, lockere, ja unbekümmerte Gastgeber zu sein - und damit das Image Deutschlands in der Welt zu fördern. Zwanziger: "Wir wollen, dass sich die Leute in den Armen liegen. Wenn im Hintergrund, und sei es vorsorglich, Panzer stehen, funktioniert das nicht."

Zwanziger begründet seine Skepsis mit Erfahrungen aus der deutschen Geschichte: "Die Vermischung von polizeilichen und militärischen Aufgaben ist gefährlich. Das lehrt uns unsere Geschichte. Eine Weltmeisterschaft ist, bei aller Bedeutung, kein Anlass, von diesem Prinzip abzuweichen." Allerdings schränkte der DFB-Boss ein, Terrorismus könne für eine Gefahrenlage sorgen, "die von der Polizei nicht mehr zu beherrschen ist". Für diesen Fall will er die Hilfe der Bundeswehr nicht ausschließen.

Die Bundeswehr wird bei der WM rund 2000 Soldaten einsetzen. Es sind rund 100 "Unterstützungsleistungen" im Zusammenhang mit der WM vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa fünf Mill. Euro, von denen Bund und Länder 1,4 Mill. Euro übernehmen sollen. Die Soldaten sollen allerdings keine Stadien bewachen und mit Zwangbefugnissen gegenüber Dritten ausgestattet werden.

© SID

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