Fußball WM
Zwanziger plant auch nach der WM mit Klinsmann

Der Geschäftsführende DFB-Prässident Theo Zwanziger geht fest davon aus, dass Jürgen Klinsmann auch nach der Weltmeisterschaft 2006 Bundestrainer bleiben wird. Klinsmann habe nicht nur Spaß, sondern auch Erfolg.

Jürgen Klinsmann kann sich über einen gewichtigen Fürsprecher freuen. Der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, sagte im Gespräch mit der Bild am Sonntag, er sei davon überzeugt, dass Klinsmann auch nach der WM 2006 in Deutschland Bundestrainer bleibt: "Ich gebe ja zu, dass ich anfangs auch gedacht habe, dass ihn nur die WM in Deutschland lockt. Aber dann habe ich gemerkt, dass er nicht nur Spaß, sondern auch Erfolg hat".

Vor allem die zuletzt schwachen Leistungen hätten seiner Meinung nach Klinsmann besonders angestachelt: "Diese schlechteren Spiele haben bei ihm bewirkt, dass er immer ehrgeiziger wird. So ehrgeizig, dass er jetzt längerfristig mit dieser Mannschaft arbeiten will. Weil er weiß, dass die Mannschaft noch Potenzial nach oben hat."

Zwanziger: "Für mich wäre schon ein Viertelfinale ein Erfolg"

Für Zwanziger ist aber nach wie vor klar, dass eine Vertragsverlängerung mit dem früheren DFB-Kapitän maßgeblich vom Abschneiden des Gastgebers bei der WM abhängt: "Ich weiß, dass der Erfolg bei der WM für ihn wichtig ist. Und dass seine Messlatte für den Erfolg höher sein wird als meine." Der DFB-Boss, der nach der WM alleine für die Geschicke der Nationalelf verantwortlich sein wird, übt sich selbst in Bescheidenheit: "Für mich wäre schon ein Viertelfinale ein Erfolg - wenn die Mannschaft mit Begeisterung gegen einen starken Gegner ausscheiden würde. Ich messe Erfolg eben nicht nur an Ergebnissen. Seien wir doch ehrlich: Jeder weiß, dass wir momentan noch nicht eine Mannschaft wie 1974 oder 1990 haben. Aber wir haben junge, entwicklungsfähige Spieler. Wenn Jürgen Klinsmann es schafft, eine WM zu spielen, nach der die Fans sagen: Diese Mannschaft hat uns begeistert , dann ist das ein Erfolg."

Weitere Gespräche über eine Vertragsverlängerung, wie sie vergangenen Monat in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main geführt worden sind, wird es in absehbarer Zeit nach Angaben des 60-Jährigen nicht geben. "Das Thema ist erledigt. Über diese Sache gibt es nichts mehr zu reden, erst wieder nach der WM. Und ich kann schon heute mit aller Sicherheit sagen: Wenn Jürgen Klinsmann die WM als erfolgreich definiert, dann haben wir den Vertrag 60 Minuten später unterschrieben. Mehr Zeit brauchen wir nicht."

© SID

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