Fußball WM
Zwanziger verteidigt Handhabung des Ticketverkaufs

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat die Handhabung des Ticketverkaufs für die Fußball-WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) erneut verteidigt.

Allen Kritiken zum Trotz hat der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, die Handhabung des Ticketverkaufs für die Fußball-Weltmeisterschaft verteidigt. Zwanziger sagte bei der Abschlusskonferenz des von der Friedrich-Ebert-Stiftung gestarteten Projekts "Fans for Football" in Berlin, dass die Verkaufsphilosophie des deutschen WM-Organisationskomitees richtig sei. "Wir haben schon vor einem Jahr gewusst, dass die Ticketübertragung möglich sein würde. Wir haben es damals nicht verkündet, um den Schwarzmarkt einzudämmen", sagte Zwanziger.

Hintergrund ist die Personalisierung der Eintrittskarten, die zunächst als nicht übertragbar galten und erst nach massiven Protesten von Verbraucherschützern und Fans zum Weiterverkauf freigegeben wurden. Das OK hatte die Personalisierung der Eintrittskarten aus Fragen der Sicherheit eingeführt.

Schwarzhändlern das Geschäft verdorben

Laut Zwanziger sei das Konzept aufgegangen, den Schwarzhändlern das Geschäft zu verderben. Die Anträge auf Ticketübertragungen betreffen nur zwei Prozent aller verkauften Karten. "In aller Regel gibt es nachvollziehbare Gründe dafür", so der DFB-Präsident.

Außerdem, betonte Zwanziger, habe man seitens des OK auf eine um 50 Prozent höhere Preislinie verzichtet, obwohl die Stadien auch dann ausverkauft sein würden. "Wir haben eine Verantwortung für die Fans. Der Fußball lebt vom kleinen Mann", sagte Zwanziger. Deshalb habe man in der Vorrunde sogar Tickets zum Preis von 35 Euro angeboten.

Vom 430-Millionen-Euro-Etat des OK müssen 200 Mill. mit dem Verkauf der Eintrittskarten refinanziert werden. Ein etwaiger Überschuss käme der Gemeinnützigkeit des Sports zugute. Ein Defizit würde allein der DFB zu tragen haben. Zwanziger hatte zuletzt immer wieder erklärt, das WM-OK werde die zweite Weltmeisterschaft nach 1974 auf deutschem Boden mit einer "schwarzen Null" abschließen.

Entschlossener Kampf gegen Rassismus

Zwanziger kündigte zudem einen entschlossenen Kampf gegen Rassismus im Fußball an. "Das ist auch in unseren Reihen zu beobachten. Aber wir werden das nicht dulden, sondern mit allen Mitteln bekämpfen." Der Rassismus sei ein schleichendes Gift. Er appellierte an die Deutschen, sich als Patrioten, aber nicht als Nationalisten während der WM zu präsentieren.

© SID

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