Fußballklubs im Bilanzcheck
Wo die Bayern sogar Barcelona kalt stellen

Das Beratungsunternehmen KPMG hat die Meister in acht Fußballligen verglichen. Warum die Türkei ein Steuerparadies ist, wer richtig gesund ist und warum die Bundesliga trotz hoher Gehälter in China konkurrenzfähig ist.
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DüsseldorfFußballerisch kommen die deutschen Fußballklubs nicht annähernd an die spanische Liga heran. Seit Jahren dominieren die iberischen Klubs die europäischen Wettbewerbe. Wirtschaftlich ist dagegen der Abstand nicht so groß, selbst wenn man einen Mega-Klub wie den FC Barcelona mit dem deutschen Primus Bayern München vergleicht.

Die Beratungsgesellschaft KPMG hat genau dies im Rahmen einer Studie über die Meister in acht europäischen Ligen gemacht. Das Ergebnis: Zwar liegt der spanische Meister beim Umsatz und vor allem bei der Anziehungskraft auf Fans vor dem deutschen Rekordmeister. Doch in Sachen Effizienz und Profitabilität glänzen die Bayern.

Am stärksten fällt auf, wie wenig die Bayern im Vergleich zu den Spaniern in die eigenen Köpfe und Beine investieren. KPMG beziffert die gesamten Personalkosten von Barcelona in der Saison 2016/17 auf satte 371,7 Millionen Euro. Gemessen am Umsatz (ohne Transfers) sind das 60 Prozent. Bei den Bayern summieren sich die Personalkosten immerhin auf 260,3 Millionen Euro.

Als einziger Klub in der Bundesliga dürften die Bayern damit über der Marke von 200 Millionen Euro liegen. Die meisten heimischen Verfolger haben gerade erst die Marke von 100 Millionen Euro bei den Lizenzspielerkosten gerissen, wie kürzlich der Finanzbericht des europäischen Fußballverbandes Uefa gezeigt hat. Dennoch: Nur 44 Prozent des Umsatzes gehen bei den Bayern fürs Personal drauf.

Unter den acht europäischen Meistern aus England, Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, der Niederlande, der Türkei und Deutschland ist das ein Spitzenwert. In der Regel verschlingt das Personal bei den Meistern in den großen Ligen zwischen 56 und 66 Prozent des Umsatzes. Nur beim PSV Eindhoven und Benfica Lissabon liegen die Quoten ebenfalls unter 50 Prozent.

Kein Wunder also, dass die Gewinne des FC Bayern sprudeln. Vor und nach Steuern hat keiner der sieben anderen Klubs im Vergleich in der vergangenen Saison so viel verdient wie die Münchner. Unter dem Strich blieben 33 Millionen Euro. Das schaffte selbst der große FC Barcelona nicht. Mit 28,8 Millionen Euro Reingewinn ist der Rückstand zu den Bayern allerdings nicht sonderlich groß.

Kommentare zu " Fußballklubs im Bilanzcheck: Wo die Bayern sogar Barcelona kalt stellen"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

  • Der neue DFB-Präsident setzt sich bei seinen Parteikollegen von der CDU für eine geringe Besteuerung der Fußballclubs halt ein, dafür wurde er auch zum DFB abgesandt, Hauptsache Arbeiter u. Rentner bezahlen alles u. werden im Alter zu Allmosenempfänger

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