Fußballschuhe als Ausstellungsobjekte
Ballacks Treter in der Vitrine

Eine Ausstellung widmet sich Fußballschuh und zeigt die Entwicklung vom Klotz zum Hightech-Produkt.

HB HAUENSTEIN. Mit Schuhen wie diesen würde wohl selbst der leichtfüßige Ronaldinho keine großen Sprünge machen: Die in Vitrinen ausgestellten Schlappen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erinnern zum Teil eher an klobige Wander- als an Fußballschuhe. Wenige Meter weiter präsentiert das Deutsche Schuhmuseum zum Vergleich den neuesten Kickerschuh in futuristischem Design. Das Museum im pfälzischen Hauenstein gibt von diesem Samstag (22. April) an mit einer neuen Ausstellung einen Einblick in die Geschichte des Fußballschuhs und noch Einiges mehr.

Auf rund 300 Quadratmetern nimmt das Museum seine Besucher in den kommenden Monaten mit auf eine Zeitreise. Einführungen in die Entwicklung des Sports allgemein und historische Abrisse zur Geschichte des Fußballs bilden das theoretische Grundgerüst. Jede Menge kuriose und seltene Ausstellungsobjekte sollen die Betrachter dagegen zum Staunen bringen: Dazu zählt ein Paar kleiner Schuhe, das Weltmeistertrainer Sepp Herberger aus Dank seinem Arzt schenkte - signiert von den WM-Helden 1954. Oder ein geschnürter Fußball, der so manchem Spieler beim Kopfball arge Schmerzen zugefügt haben dürfte.

Museumsleiter Willi Schächter will mit der Ausstellung einen kleinen Beitrag zum "kulturellen Mosaik" rund um die Spiele der Fußball-WM in Kaiserslautern leisten. Deshalb werden in der Schau auch die Teams kurz vorgestellt, die in Kaiserslautern spielen werden. Die Ausstellungsstücke stammen zum Teil aus dem Besitz des Museums, zum Teil suchte Schächter sie von überall her zusammen: Kürzlich hat er ein Paar Treter von Michael Ballack besorgt - über dessen Schwiegervater.

Die neue Ausstellung "Ein Ball geht um die Welt" setzt einen Schwerpunkt auf die Rolle des Fußballs in der Nachkriegszeit. Was das Fußballspiel den Männern in diesen harten Zeiten bedeutete, zeigen zwei Dutzend Paar historische Kickstiefel. Die Jahrzehnte alten Treter wurden dem Museum von Privatleuten für die Ausstellung überlassen, nachdem Schächter einen entsprechenden Aufruf gestartet hatte. Über Jahrzehnte hinweg müssen sie von ihren Besitzern aufbewahrt und gehegt worden sein. "Die Schuhe waren Opas Heiligtum" -Aussagen dieser Art hat Schächter in den vergangenen Wochen immer wieder gehört. Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 www.deutsches-schuhmuseum.de

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