Fußballstar
Lionel Messi wegen Steueraffäre vor Gericht

Begleitet von lauten Rufen seiner Anhänger ist Lionel Messi vor einem spanischen Gericht erschienen. Der Ausnahmespieler vom FC Barcelona und sein Vater mussten zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung aussagen.
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GaváDer argentinische Fußballstar Lionel Messi und sein Vater sind am Freitag vor einem spanischen Gericht zu den Steuervorwürfen gegen sie befragt worden. Ihnen wird vorgeworfen, in den Jahren 2007 bis 2009 rund 4,2 Millionen Euro aus Einnahmen aus Messis Vermarktungsrechten in Steueroasen wie Belize und Uruguay transferiert zu haben, um sie vor dem spanischen Fiskus zu verbergen.

Kurz vor 11 Uhr fuhr der 26-jährige Spieler des FC Barcelona mit dem Auto vor dem Gericht seines Wohnorts Gavá, einem Vorort der katalanischen Hauptstadt, vor, wo seine Fans und zahlreiche Kameras bereits auf ihn warteten. Unter „Messi, Messi-Rufen“ betrat er mit einem schüchternen Lächeln das Gerichtsgebäude. Sein Vater war bereits eine Stunde vorher zu Fuß zu der Anhörung gekommen. Vor dem Gerichtstermin zeichnete sich ab, dass seine Anwälte die Verantwortung für die Steuertricksereien offenbar einem früheren Berater zuweisen wollen. Dieser sagte allerdings einem spanischen Radiosender, er habe bereits 2006 aufgehört, für die Messis zu arbeiten.

Allgemein wird nicht damit gerechnet, dass Messi in Haft muss: Zwar können die ihm zur Last gelegten Delikte grundsätzlich mit einer Haftstrafe geahndet werden. Doch hatten er und sein Vater Anfang September rund fünf Millionen Euro an den spanischen Fiskus nachgezahlt - den laut Behörden ausstehenden Betrag plus Zinsen. Dies dürfte sich bei einer Verurteilung deutlich strafmindernd auswirken.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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