Fussballvermarktung
Der DFB reduziert die Zahl seiner Sponsoren

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) hat künftig weniger Sponsoren - und mehr Geld in der Tasche. Die Vermarktungseinnahmen sind gestiegen, weil der Fussballverband seine Premiumpartner sorgfältiger auswählt und ihnen mehr Exklusivität versprechen kann.

HAMBURG. Am 30. Juni 2009 geht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Sponsoringära zu Ende. 21 Jahre nach seiner Gründung wird der „Ernährungspool“, das Sammelbecken für Sponsoren aus der Lebensmittelbranche, wohl endgültig aufgelöst. Dieses Schicksal ereilt zum gleichen Zeitpunkt auch den „Körperpflegepool“, der im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde und seitdem gemeinsam mit dem Ernährungspool das Fundament der DFB-Sponsorenpyramide bildet.

Das Ziel des Wandels, in dessen Zentrum neben dem Wegfall der beiden Pools auch die Einführung der Kategorie „Premium-Partner der Frauen-Nationalmannschaft“ steht, ist simpel: Durch eine Verschlankung der Strukturen sollen die verbliebenen Partner des DFB in den Genuss von mehr Exklusivität kommen. Der Verband verspricht sich davon eine Steigerung seiner Vermarktungserlöse.

Zunächst einmal sind durch den Wegfall von Ernährungs- und Körperpflegepool jedoch einige Abgänge zu verzeichnen. Der Restrukturierung zum Opfer gefallen sind mit Reis-Fit, Homann und Crunchips drei Unternehmen aus dem Ernährungspool, sowie mit L’Oreal Paris eines aus dem Sammelbecken für Körperpflegeprodukte.

Bitburger mit seiner Marke „Alkoholfrei“ und Adidas mit „Active Body Care“ sind ohnehin in höheren Kategorien des DFB vertreten. Sie haben die Sponsorengruppierung vorrangig genutzt, um mit einer weiteren Marke im Umfeld des Verbandes werben zu können.

Über die Summen, die ein Partner in einem der beiden Pools pro Jahr bezahlen musste, schweigt sich der DFB beharrlich aus. Nach Sponsors-Informationen dürfte sich der Preis jedoch bei rund 150 000 Euro eingependelt haben.

Bei vier Pool-Partnern weniger und mit Blick auf mögliche Rabatte reduzieren sich die jährlichen Sponsoringeinnahmen also zunächst einmal um 500 000 bis 600 000 Euro.

Demgegenüber stehen mit Rewe und Beiersdorf zwei neue Partner, die die Verluste auffangen. Der Lebensmittelkonzern Rewe wird ab Juli 2009 alleiniger Ernährungspartner des DFB und darüber hinaus Premium-Partner der Frauen-Nationalmannschaft. Die Summe, die Rewe für das Gesamtpaket pro Jahr an den DFB überweist, dürfte bei knapp einer Million Euro liegen.

Branchenexklusivität genießt ab Juli 2009 auch der zweite Neuling Beiersdorf. Der Hamburger Konzern erweitert sein Fußball-Engagement und ist mit seiner Marke „Nivea for Men“ künftig alleiniger Körperpflegepartner.

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