Gerechtes Remis

Keine Tore im West-Derby

In einer an spielerischen Highlights armen Partie haben sich Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach torlos getrennt. Düsseldorf setzte vor allem auf eine starke Defensive, Gladbach fiel vorne wenig ein.
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HSV hinten desolat, Keine Tore in Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach
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Das Top-Spiel am Samstagabend bestritten die Lokalrivalen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach. Für Fortuna war es das erste Bundesliga-Heimspiel seit dem 31.05.1997. Das durfte aufgrund der Vorkommnisse aus dem Relegations-Rückspiel allerdings nur vor halbvollen Rängen ausgetragen werden.

Arango of Borussia Moenchengladbach shoots a free kick as players of Fortuna Duesseldorf build a wall during their German first division Bundesliga soccer match in Duesseldorf
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Gladbach machte vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel, verfing sich jedoch immer wieder in der diszipliniert verteidigenden Defensive der Fortunen und strahlte allenfalls bei Standards Gefahr aus, wie bei diesem Freistoß von Juan Arango.

Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach
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Auch der neue 12-Millionen-Mann der Fohlen, Luuk de Jong, blieb - bis auf eine gute Chance in der ersten Halbzeit - erneut blass.

Jantschke of Borussia Moenchengladbach tackles Fortuna Duesseldorf's Reisinger during their German first division Bundesliga soccer match in Duesseldorf
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In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel ein wenig an Fahrt auf, doch wirkliche Torchancen konnten sich beide Teams nicht erspielen. So blieb es am Ende beim für beide Seiten verdienten 0:0.

Werder Bremen - Hamburger SV
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Der Hamburger SV musste nach dem durchwachsenen Saisonstart zum Nordderby bei Werder Bremen antreten - allerdings ohne ihren neuen alten Top-Star Rafael van der Vaart, der das Spiel von der Tribüne verfolgte.

Werder Bremen - Hamburger SV
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Doch was er sah, dürfte ihm weniger gefallen haben. Gleich in der vierten Minute hatte Nils Petersen Pech bei seinem Kopfball, HSV-Neuzugang Petr Jiracek rettete in der 14. Minute in höchster Not gegen den heranstürmenden Marko Arnautovic.

Hamburg SV's keeper Adler saves penalty during their German first division Bundesliga soccer match against Werder Bremen in Bremen
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In der 41. Minute konnte sich der HSV dann bei seinem Keeper René Adler bedanken, der einen Strafstoß von Aaron Hunt hielt. Zuvor hatte Jeffrey Bruma Eljero Elia von den Beinen geholt.

DüsseldorfZweiter gegen Dritter, rheinisches Derby, erstes Bundesliga-Heimspiel seit15 Jahren für die Gastgeber – die Erwartungen lagen hoch vor dem Prestige-Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach.
Vielleicht zu hoch, halten konnte das 0:0 diese Erwartungen nämlich nur bedingt.

In einer schnellen, aber spielerisch schwachen Anfangsphase war die Fortuna zunächst vor allem bemüht, die Gäste nicht ihr Kombinationsspiel kommen zu lassen. Der Ball wurde möglichst lange in den eigenen Defensiv-Reihen gehalten, nur um ihn dann am Ende etwas planlos nach vorne zu schlagen. Die Nervosität war spürbar, das starke Defensivverhalten der Fohlen machte es nicht einfacher. Und auch die Borussia brauchte eine längere Eingewöhnungsphase, um halbwegs ins Spiel zu kommen.

Die besseren Chancen hatten während dieses müden Beginns die Gäste: Martin Stranzl brachte den Ball aus acht Metern nicht im fast leeren Tor unter (2.), Luuk de Jong scheiterte nach einer knappen halben Stunde mit einem Volleyschuss an Düsseldorfs Keeper Fabian Giefer. In der 23. Minute hatte Axel Bellinghausen die größte Fortuna-Chance zur Führung, kam nach einer Flanke von Robbie Kruse jedoch freistehend nicht an den Ball.

Erst Mitte der Halbzeit bemühten sich beide Teams dann doch um ein wenig Fußball. Die Fortuna überließ den Gästen die Spielgestaltung und versuchte selbst, bei Balleroberungen schnelle Gegenstöße zu initiieren. Wirklich zwingend waren aber beide Ansätze nicht.

Die zweite Spielhälfte begann ungleich spektakulärer: Einen Schuss von Juan Arango konnte Giefer mit Mühe aus der Ecke kratzen, auf der Gegenseite hätte sich Stranzl bei einem etwas ungeschickten Zweikampf mit Stefan Reisinger nicht über einen Elfmeter gegen ihn beschweren können.

Beide Teams näherten sich langsam Erstliga-Niveau, das Spiel somit zwangsläufig auch. Die langen Passpassagen nahmen ab, der Ball pendelte schneller zwischen den beiden Strafräumen, ohne aber gefährlich in der Abschlusszone zu landen. Ein Verdienst zweier sehr sicherer Abwehrreihen und manchmal auch des fehlenden Muts. Hätte der unglaublich präsente Andriy Voronin beispielsweise 22 Meter vor dem Tor unbedrängt geschossen, statt den Ball noch einmal querzulegen, wäre mehr drin gewesen (67.).

Die eingewechselten Dani Schahin und Ronny Garbuschewski brachten in der Schlussphase noch einmal frischen Schwung in die Angriffsbemühungen der Düsseldorfer. Während die Gäste zunehmend weniger für das Spiel taten, kam die Fortuna: Schahin zielte nach einer Ecke von Garbuschewski per Kopf etwas zu hoch (78.) und verpasste kurz darauf eine Flanke von van den Bergh nur knapp. So blieb es am Ende beim leistungsgerechten und konsequenten 0:0.

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