Gerichtsprozess hat begonnen
Fifa verlangt Herausgabe von WM-Losen

dpa MAGDEBURG. Der Internationale Fußball-Verband (Fifa) will einen 35-jährigen Magdeburger auf juristischem Wege zur Herausgabe von WM-Losen zwingen. Ein entsprechender Zivilprozess begann am 11. Oktober vor dem Landgericht Magdeburg.

Die Lose waren am 9. Dezember in Leipzig bei Probeläufen zur Gruppenauslosung der WM-Endrunde verwendet worden. Ein Dekorateur aus Magdeburg will die Papierzettel mit den Ländernamen nach der Veranstaltung in einem Müllcontainer in der Leipziger Messehalle gefunden haben. Später gab er sie an den 35-jährigen Beklagten weiter. Das Urteil in dem Verfahren soll am 8. November verkündet werden.

Nach Einschätzung des Vorsitzenden Richters Ernst-Wilhelm Schulze ist die Fifa weiterhin Eigentümerin der Lose. Er legte dem Angeklagten deshalb eine außergerichtliche Einigung mit dem Weltverband nahe. Seine Anwältin erklärte, die Rückgabe der Lose sei „nicht möglich“. Auf den 35-Jährigen wartet vor dem Magdeburger Landgericht noch einen zweites Verfahren, in dem es um die Markenrechte an dem Fifa-Logo geht.

Der Magdeburger Dekorateur, der die Lose ursprünglich in Leipzig gefunden haben will, hatte zunächst versucht, sie über das Internet-Auktionshaus ebay zu versteigern. Das hatte das Kölner Landgericht im Februar untersagt.

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