Gerüchte um Bayern-Wechsel
Fans beschimpfen Klose

dpa BARCELONA. Die Wut und der Frust der Werder-Fans trafen vor allem Miroslav Klose. „Wir wollen keine Bayern-Schweine“, schrie ein Teil der rund 500 mitgereisten Bremer Anhänger nach der 0:3-Niederlage bei Espanyol Barcelona.

Der einstige Liebling ist durch die Meldungen über ein Geheimtreffen mit Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld kurz vor der wichtigen Uefa-Cup-Partie in der Gunst tief gesunken. Und bei Klose ist der Wirbel um seinen zukünftigen Verein offensichtlich auch nicht ohne Spuren geblieben.

Der Stürmer bot auf jeden Fall eine erschreckende Vorstellung und lieferte das schwächste Spiel in einer Reihe von mehreren schlechten Partien in dieser Saison ab. Gerade einmal elf Ballkontakte hatte der WM- und Bundesliga-Torjäger des vergangenen Jahres, das dürften weniger als bei den meisten Balljungen gewesen sein. Klose, der seit Monaten über eine Entscheidung für seine Zukunft grübelt und mit dem FC Bayern und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wird, spielte zaghaft und zögerlich.

Einen Einfluss der Berichterstattung der zurückliegenden Tage auf sein Spiel verneinte Klose. „Ich habe mich aufs Spiel konzentriert. Es wird so viel verbreitet, dass mich das gar nicht mehr beschäftigt“, versicherte der Nationalstürmer. Mehr war von ihm zu diesem Thema nicht zu erfahren. Die Meldungen über ein Treffen mit den Bayern-Verantwortlichen wollte er nicht dementieren. Zu Berichten spanischer Zeitungen über einen möglichen Wechsel zum FC Barcelona äußerte er sich nicht.

„Es wird viel geschrieben und erzählt“, sagte Klose und antwortete auf Nachfragen: „Sie können mich zum Spiel fragen, zu allem anderen sage ich nichts.“ Zu der verlorenen Partie erklärte er: „Es lag daran, dass wir als Mannschaft ziemlich versagt haben, dass keiner auch nur annähernd an seine Leistung gekommen ist.“

Das Wechsel-Thema zehrt augenscheinlich an den Nerven, nicht nur bei Klose, dessen Vertrag bei Werder noch bis 2008 läuft. Einen Zusammenhang mit dem schwachen Auftritt der Mannschaft wollte aber kein Bremer herstellen. „Diese Niederlage an den Schlagzeilen festzumachen ist absoluter Blödsinn“, sagte Nationalspieler Clemens Fritz. Und Manager Klaus Allofs erklärte: „Das wäre eine Ausrede. So einfach machen wir es uns nicht. Wenn es so wäre, hätte es die Mannschaft auch schon die letzten Wochen belasten müssen.“

An einer schnellen Beendigung des Themas sind die Bremer Verantwortlichen dennoch interessiert. Bis zum Ende der Saison wollen sie nicht warten. Einen Teilaspekt hatten sie in Barcelona selber geklärt, indem sie einen Wechsel des Nationalstürmers zum Ligakonkurrenten Bayern München kategorisch ausschlossen. Die Fans hatten das möglicherweise noch nicht mitbekommen.

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