Gesperrter Generalsekretär: Fifa feuert Jérôme Valcke

Gesperrter Generalsekretär
Fifa feuert Jérôme Valcke

Erst für neun Jahre gesperrt, jetzt endgültig Weg vom Fenster: Die Fifa trennt sich per sofort vom suspendierten Generalsekretär Valcke. Ein anderer Angeklagter Fußballfunktionär wurde nach wochenlanger Flucht verhaftet.

ZürichJérôme Valcke ist mit sofortiger Wirkung als Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes entlassen worden. Auch das Arbeitsverhältnis mit dem 55-Jährigen sei beendet, teilte die Fifa am Mittwoch in einer Stellungnahme nach einem Beschluss des Dringlichkeitskomitees mit. Dem langjährigen Fifa-Funktionär wird Korruption vorgeworfen.

Valcke war am 17. September 2015 suspendiert worden. Am 8. Oktober verhängte die Ethikkommission der Fifa eine vorläufige Sperre von 90 Tagen gegen den Franzosen. Die rechtsprechende Kammer der Fifa-Ethikkommission eröffnete dann unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert am Donnerstag vergangener Woche ein formelles Verfahren gegen Valcke.

Der im Korruptionsskandal angeklagte Chef des guatemaltekischen Fußballverbands wurde derweil nach wochenlanger Flucht verhaftet. Brayan Jiménez sei in einer Wohnung in einer gut situierten Wohngegend von Guatemala-Stadt gefasst worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Funktionär wurde einem Haftrichter vorgeführt, um seine Aussage zu machen.

Die US-Behörden haben Jiménez und zahlreiche weitere Fußballfunktionäre aus Süd- und Mittelamerika wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vermarktung internationaler Turniere angeklagt. Gegen Jiménez liegt ein guatemaltekischer Haftbefehl und ein Auslieferungsbegehren der USA vor. Ihm werden Bildung einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vorgeworfen.

Jiménez und der frühere Generalsekretär des guatemaltekischen Fußballverbandes, Héctor Trujillo, sollen beim Verkauf von Fernsehrechten für Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 über 400 .000 US-Dollar an Schmiergeldern kassiert haben.

Mitte Dezember hatte die Fifa den guatemaltekischen Fußballverband unter Zwangsverwaltung gestellt. Ein sogenanntes Normalisierungskomitee führt bis auf weiteres die Geschäfte und soll Neuwahlen organisieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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