Gewinn auf 135 Millionen Euro gesteigert
Fifa-Kassen klingeln wieder lauter

Der Fußball-Weltverband hat im Finanzjahr 2005 seinen Gewinn im Vorjahresvergleich wieder deutlich gesteigert gesteigert. Allerdings sind die Zahlen kein Vergleich zu dem, was am Ende des WM-Jahres 2006 unter dem Strich stehen wird.

dpa ZÜRICH. Der Fußball-Weltverband Fifa hat im Finanzjahr 2005 seinen Gewinn auf 214 Mill. Schweizer Franken (rund 135 Mill. Euro) gesteigert. Das sind 35 Mill. Euro mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen gab die Fifa am Dienstag bekannt. Zum Jahresende verfügte der Verband nach eigenen Angaben über Eigenkapital in Höhe von 461 Mill. Schweizer Franken (rund 292 Mill. Euro).

"Mit Eigenmitteln, die bereits ein Jahr früher als erwartet mehr als die geplanten 450 Mill. Schweizer Franken erreicht haben, hat die Fifa gemäß den strategischen Vorgaben des Exekutivkomitees und der Finanzkommission ihre finanzielle Stellung und Unabhängigkeit weiter gefestigt", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter auf einer Finanz-Pressekonferenz in Zürich. Damit könne der Verband seine "weit gefächerten Entwicklungsaktivitäten über 2006 hinaus entsprechend fortsetzen", sagte Blatter.

Den Einnahmen von 874 Mill. Franken (rund 554 Mill. Euro) standen 2005 Ausgaben von 660 Mill. Franken (418 Mill. Euro) gegenüber. Vom nächsten Zyklus 2007-2010 an werde man die Bilanz und Erfolgsrechnung auf US-Dollar umstellen, teilte die Fifa am Dienstag mit. Die Fifa finanziert sich über die Einnahmen aus Weltmeisterschaften. Durch die WM 2006 in Deutschland erlöst sie mindestens 1,6 Mrd. Euro. Mit den Überschüssen finanziert sie die Etats 2003 bis 2006. Bereits bestehende Verträge deuten darauf hin, dass der Weltverband durch die WM 2010 in Südafrika nahezu 40 Prozent mehr einnimmt als bei der WM 2006.

Generalsekretär Urs Linsi unterstrich die Bedeutung einer starken Eigenkapitalbasis. "Ausreichende Eigenmittel (...) sind deshalb unerlässlich, weil heute für eine Veranstaltung in der Größenordnung der Weltmeisterschaft keine Ausfallversicherung mehr in gewünschtem Maße angeboten wird", sagte Linsi. Die Fifa möchte sich mit der Rücklage gegen den Ausfall einer Weltmeisterschaft finanziell absichern.

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