Gewonnen und ausgeschieden
Neymar zerstört Bayerns Acht-Minuten-Hoffnung

Bayern gelingt im Halbfinal-Rückspiel ein Traumstart. Die Hoffnung auf ein Wunder währt aber nur kurz. Dann legt Barças Wundertrio erneut los. Der Rekordmeister trauert und hebt den starken Gegner schon aufs Podest.
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MünchenAdiós Finale, aber raus mit Applaus: Minutenlang feierten die Fans ihren FC Bayern. Den tapfer kämpfenden Münchenern hat nach dem heftigen 0:3 im Hinspiel auch ein 3:2 (1:2)-Heimsieg am Dienstagabend gegen den FC Barcelona nicht gereicht. Der deutsche Fußballmeister verpasste den Einzug in das Champions-League-Endspiel in Berlin am 6. Juni.

Pep Guardiola schwärmte - und das nach einem K.o. „Eine große Mannschaft muss so fallen wie heute“, sagte der „stolze“ Trainer des FC Bayern. Guardiola rühmte seine Akteure nach dem 3:2 (1:2)-Sieg gegen den FC Barcelona, der nicht fürs Endspiel-Ticket nach Berlin reichte, als große Champions-League-Kämpfer.

„Ein überragendes Kompliment an diese Spieler“, sagte Guardiola. Und der Katalane versprach noch am Dienstagabend nach dem erneuten Halbfinal-Aus: „Wir werden es wieder versuchen in der Zukunft.“ Weltmeister Thomas Müller sagte: „Wir haben eine super Reaktion gezeigt“, aber der Applaus der Fans konnte die Enttäuschung nicht verdrängen: „Ich verliere nicht gerne, auch wenn wir offiziell 3:2 gewonnen haben.“

Alle waren sich einig: Das Endspiel war schon in Barcelona verpasst worden. „Wir haben es gegen die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt nicht geschafft“, bemerkte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Auf jeden Fall ist Barça das Team mit dem besten Sturm. Nach dem verheißungsvollen Start mit Bayerns Führungstor durch Medhi Benatia (7. Minute) schlug Barcelona durch Neymar (15./29.) gleich zweimal zurück.

Beide Male waren die Offensivkollegen Lionel Messi und Luis Suárez an den Treffern beteiligt. Beide Male verteidigten die Bayern zu offen, zu riskant. „Wir waren zweimal in Unterzahl, da haben sie leichtes Spiel“, kritisierte Nationaltorhüter Manuel Neuer.

Acht Minuten hatte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola an einem Fußball-Wunder geschnuppert - dann zeigte der Traumsturm des FC Barcelona den Münchenern kurz die Grenzen auf und machte die „Mission Finale“ endgültig unmöglich.

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