„Gipfel der Ungerechtigkeit“
Italien schäumt vor Wut wegen Zidane-Urteil

Italien kocht. Allerdings nicht kulinarisch, sondern emotional. Das milde Urteil gegen Frankreichs Star Zinedine Zidane in der Kopfstoß-Affäre im WM-Finale gegen Italien bringt das ganze Land in Rage.

Vor allem die Presse im Land des neuen Weltmeisters schäumt vor Wut. "Skandalurteil", schimpfte La Stampa über die in Sozialarbeit umgewandelte Sperre von drei Spielen und die 4 800 Euro Geldstrafe für den abgetretenen Superstar.

Die Medien auf dem Apennin beklagen besonders eine Unverhältnismäßigkeit zwischen dem Strafmaß für "Zizou" und der Sperre von zwei Spielen sowie den 3 200 Euro Bußgeld für den attackierten Weltmeister Marco Materazzi wegen vorheriger Provokation durch Beleidigung. "Zidane gegen Materazzi 3:2. Italien ist wütend", schrieb die Gazzetta dello Sport und kritisierte die Disziplinarkommission des Weltverbandes Fifa: "Ein viel zu gnädiges Urteil und eine wahre Flut von Protesten. Das ist der Gipfel der Ungerechtigkeit."

La Repubblica: "In diesem Fall hätte die Reaktion töten können"

Auch La Repubblica war höchst unzufrieden: "Kein Gericht der Welt kann Provokation und Reaktion auf eine Ebene stellen. In diesem Fall hätte die Reaktion beim Opfer einen Herzstillstand auslösen und es töten können."

Empört reagierte auch Vereinschef Giacinto Facchetti von Materazzis Klub Inter Mailand. "Die Strafe für Materazzi ist enorm, vor allem wenn man Zidanes Verhalten berücksichtigt", sagte der Ex-Star. Präsident Sergio Campana von der Spielergewerkschaft sprach von einem "skandalösen Urteil".

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