Griechenland muss in der WM-Quali auf Schützenhilfe hoffen
Der tiefe Fall der Hellenen

Mit dem Gewinn der Europameisterschaft erklomm die griechische Nationalmannschaft vor knapp einem Jahr den Fußball-Olymp. Mittlerweile ist das Team von Trainer Otto Rehagel wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Ukraine ist die WM-Qualifikation für die Hellenen in weite Ferne gerückt.

HB PIRÄUS. Die EM-Helden sanken enttäuscht auf den Rasen, Otto Rehhagel schleuderte verzweifelt seine Wasserflasche zu Boden, und die Stimmung ist fast schon im Keller: Elf Monate nach dem größten Triumph der Verbandsgeschichte steht Europameister Griechenland vor dem jähen Aus in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. "Der WM-Traum erlischt", titelte die Zeitung "Kathimerini" nach der Schlappe gegen den praktisch qualifizierten Gruppen-Primus Ukraine.

Dass ausgerechnet Erzrivale Türkei von der Heimpleite profitierte und dank des 6:0-Kantersieges in Kasachstan nun die klar besseren Karten auf den zur Relegation berechtigenden zweiten Rang der Gruppe 2 besitzt, passt nur ins Bild. Dessen ungeachtet ist Rehhagels Position völlig ungefährdet. "Um es ein für alle Male klarzustellen: Otto kann bleiben, solange er will", sagte der Präsident des griechischen Fußball-Verbandes (EPO), Wassilis Gagatsis, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Athen und gab damit einen Treueschwur für den deutschen Coach ab.

Der übte sich in Durchhalteparolen. "Noch ist nichts verloren. Das hab' ich meinen Spielern auch gesagt. Solange die Chance noch da ist, werden wir um den zweiten Platz kämpfen", stellte Rehhagel nach der Partie fest und flüchtete sich damit in Durchhalteparolen.

Ihm bleibt auch nichts anderes übrig: Denn nun sind Patzer der Türken vonnöten, die bei einem Spiel weniger um einen Punkt und sieben Tore besser dastehen als der Nachbar. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", befand deshalb "Eleftheros Typos". Doch selbst die hellenischen Elitekicker machen sich nichts vor. "Es ist für uns sehr schwierig geworden, 2006 nach Deutschland zu kommen", stellte Abwehrspieler Panagiotis Fyssas fest.

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