Fußball
Griechenland nach 0:1-Pleite ausgeschieden

Nach einer 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Japan ist Europameister Griechenland beim Confederations-Cup in Deutschland in der Vorrunde gescheitert. Stürmer Oguro erzielte in der 76. Minute das "Tor des Tages" für die Asiaten.

Europameister Griechenland hat sich beim Konföderationen-Pokal bereits in der Vorrunde verabschiedet. Drei Tage nach der deutlichen 0:3-Pleite gegen Brasilien unterlag das Team von Trainer Otto Rehhagel auch Asien-Meister Japan mit 0:1 (0:0) und hat nach dem Sieg der Mexikaner gegen Weltmeister Brasilien keine Chance mehr auf das Erreichen des Halbfinals.

Masashi Oguro machte mit seinem Treffer in der 76. Minute den hoch verdienten Sieg der Asiaten perfekt. Japan hatte den Europameister zuvor klar beherrscht und kaum eine Chance gelassen. In der abschließenden Begegnungen der Griechen gegen Mexiko am Mittwoch geht es für das "Rehhakles"-Team wohl nur noch um Schadensbegrenzung. Die Japaner könnten dagegen mit einem Überraschungssieg gegen Weltmeister Brasilien für das Halbfinale planen.

Rehhagel machte aus seiner Enttäuschung dann auch keinen Hehl: "Die Japaner waren heute eine Klasse besser als wir. Da muss man nicht lange drüber reden. Wir haben Glück gehabt, dass wir nicht noch mehr Tore kassiert haben. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber meine Spieler sind total platt. Wir waren heute total schläfrig, so kann man keinen Blumentopf gewinnen."

Japan vergab zahlreiche Torchancen

Die 34 314 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion, darunter rund 25 000 emotional aufgeladene griechische Anhänger, trauten zu Beginn ihren Augen kaum. Während die ersatzgeschwächte Rehhagel-Elf, die weiterhin als einziges Team bei der "Mini-WM" auf einen Torerfolg wartet, zunächst überhaupt nicht in die Partie fand und nahtlos an die schwache Leistung gegen Brasilien anknüpfte, erspielten sich die wuseligen Japaner im ersten Abschnitt mehr als ein halbes Dutzend bester Torchancen.

Einen starken Eindruck hinterließ insbesondere der neu in die Anfangsformation gerückte Angreifer Keiji Tamada, der in der ersten Halbzeit mehrfach die Führung auf dem Fuß hatte. Zunächst verfehlte der Stürmer vom J-League-Klub Kashiwa Reysol sein Ziel aus halblinker (8.), dann aus halbrechter Position (22.), ehe er freistehend den noch besser postierten Shunsuke Nakamura übersah und erneut am Tor vorbei schoss (39.). Der schwache Torabschluss hatte Japans Trainer Zico bereits während der geglückten Qualifikation für die WM 2006 zur Weißglut getrieben.

Während die Asiaten bereits im ersten Abschnitt für eine Vorentscheidung hätten sorgen können, enttäuschten die Griechen auf ganzer Linie. Mehr als ein 20-Meter-Schuss von Georgios Karagounis brachten die Hellenen bis zum Seitenwechsel nicht zu Stande. Allerdings gingen die Griechen auch personell geschwächt in das Spiel. Verteidiger Georgios Seitaridis und Bundesliga-Legionär Ioannis Amanatidis mussten verletzt passen. Kapitän Theodoros Zagorakis stand wegen eines Relegationsspiels mit seinem Klub AC Bologna ebenfalls nicht zur Vefügung.

Starke Leistung von Schiedsrichter Fandel

Auch nach Wiederanpfiff hatten die Griechen trotz der Hereinnahme des Kölners Vassilios Tsiartas und einer offensiveren Ausrichtung Probleme. Die größte Chance verpasste noch EM-Held Charisteas in der 84. Minute bei einem Schuss aus zehn Metern. Im Gegensatz zu den Griechen hinterließ der deutsche Referee Herbert Fandel (Kyllburg) bei seinem ersten Turnier-Auftritt einen sehr guten Eindruck.

Beste Spieler auf Seiten der Griechen waren Konstantinos Katsouranis und Karagounis, der wegen der zweiten Gelben Karte im letzten Gruppenspiel gesperrt ist. Beim "Team Nippon" wussten Tamada und Nakamura zu gefallen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%