Fußball
Griechenland reist zum "Endspiel" nach Dänemark

Am vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation in Europa muss das griechische Nationalteam heute in Dänemark gewinnen, um seine WM-Chancen zu wahren. Zudem bangt Frankreich in der Schweiz um das Ticket nach Deutschland.

Im Kampf um die begehrten Tickets zur Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland stehen bereits einige prominente Fußball-Großmächte mit dem Rücken zur Wand. Vor den beiden abschließenden Spieltagen am Samstag mit 21 Partien und am kommenden Mittwoch mit 23 Begegnungen bangen die Ex-Weltmeister Frankreich und England ebenso um das Ticket nach Deutschland wie Europameister Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel, Spanien und Tschechien. Italien, die Niederlande und Portugal können dagegen mit Unentschieden am Wochenende bereits eine der zwölf noch verbliebenen Fahrkarten nach Deutschland lösen.

Frankreich reist ohne Top-Stürmer in die Schweiz

Frankreich reist trotz der Ausfälle der verletzten Top-Stürmer Thierry Henry und David Trezeguet sowie des gesperrten Verteidigers Willy Sagnol von Bayern München optimistisch zum Tabellenführer der Gruppe vier in die Schweiz. "Wir fahren da hin, um zu gewinnen und uns zu qualifizieren", sagt Trainer Raymond Domenech, dessen Hoffnungen vor allem auf dem angeschlagenen Kapitän Zinedine Zidane ruhen.

Im Mutterland des Fußballs fürchtet man indes eine Wiederholung der Schmach von 1973. Damals scheiterte England in der Qualifikation für die WM 1974 in Deutschland an Polen, das auch momentan Spitzenreiter der Gruppe sechs ist. Am Mittwoch kommt es auf der Insel zum direkten Duell, zuvor treffen die "Three Lions" auf Österreich. "Wir sind bereit für die Play-offs, auch wenn wir da nicht hin wollen. Wir glauben nach wie vor daran, die Gruppe zu gewinnen", sagt der umstrittene Trainer Sven-Göran Eriksson, der Stürmer Wayne Rooney ersetzen muss.

"König Otto" Rehhagel sitzt zwar - anders als Eriksson - fest im Sattel. Wie England droht jedoch auch den Griechen das Aus. Die Ukraine ist als Gruppensieger bereits qualifiziert, dahinter rangelt Hellas mit dem WM-Dritten Türkei und Dänemark um Platz zwei. "Wie ein Endspiel" sei die Partie am Samstag in Dänemark, meint Rehhagel. Er baut auf den wieder genesenen Abwehrchef Traianos Dellas, muss aber auf den EM-Helden Angelos Charisteas verzichten.

Spanien hofft auf Ausrutscher der Serben in Litauen

Auf einen Ausrutscher der führenden Serben in Litauen setzt derweil Spanien, das zuletzt siebenmal in Folge an einer WM teilgenommen hat. "Eine WM ohne Spanien kann ich mir nicht vorstellen", meint Kapitän Raul. Bei einer Niederlage der Iberer in Belgien könnten sich die Gastgeber genauso wieder Chancen ausrechnen wie der derzeitige Tabellendritte Bosnien-Herzegowina.

Die "Elftal" der Niederlande hat die WM im Nachbarland dagegen weiter fest im Visier. "Wir fahren nicht nach Prag, um auf 0:0 zu spielen", sagt Bondscoach Marco van Basten vor dem Hit bei Verfolger Tschechien. Beim Gastgeber, dem der Gruppendritte Rumänien (in Finnland) im Nacken sitzt, fehlen sieben Stammspieler, darunter die langen Stürmer Jan Koller und Vratislav Lokvenc.

Ohne größere Personalprobleme empfängt Italien am Samstag in Palermo Slowenien, das wie Norwegen und Schottland realistisch nur noch auf Platz zwei spekuliert. Dennoch warnt Coach Marcello Lippi: "Das wird keine Formalität. Wir müssen nicht nur den nötigen Punkt holen, sondern auch an Qualität zulegen."

Kroatien und Schweden kämpfen um Rang eins

Etwas forscher geht Kroatien in das Spitzenspiel bei den mit einem Punkt Vorsprung auf Platz eins der Gruppe acht rangierenden Schweden. "Jeder meiner Spieler ist besser als die der Schweden", tönt Trainer Zlatko Kranjcar, der lediglich den Herthaner Niko Kovac ersetzen muss, während Schweden um seinen Star Zlatan Ibrahimovic bangt.

Nur noch Formsache ist das Unternehmen WM-Qualifikation indes für Portugal, das den letzten noch benötigten Zähler gegen "Zwerg" Liechtenstein einfahren will. Hinter dem Vize-Europameister kämpfen die Slowakei und Russland punktgleich um Platz zwei. Vor dem Duell am Mittwoch in Bratislava trifft die Slowakei auf Estland, Russland empfängt Luxemburg. "Wir sind schneller und körperlich stärker. Wenn wir das nutzen, gewinnen wir", glaubt "Sbornaja"-Trainer Juri Sjomin.

© SID

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