Fußball
Griechenland unter Druck - Brasilien entspannt

Während Otto Rehhagel mit Griechenland gegen Japan um die letzte Chance beim "Confed-Cup" kämpft, geht Top-Favorit Brasilien heute voller Selbstbewusstsein in das zweite Vorrundenspiel gegen Mexiko (20.45 Uhr).

Am zweiten Spieltag der Gruppe B beim Confederations-Cup sind die Ausgangssituationen in den beiden Partien völlig unterschiedlich. Nach Auftaktniederlagen lastet auf Japan und Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel immenser Druck - dagegen kann Brasiliens Carlos Alberto Parreira sein Jubiläumsspiel völlig entspannt in Angriff nehmen. Gegner Mexiko hat ebenfalls einen Auftaktsieg im Rücken

"Rehhakles" und die griechischen Europameister müssen heute (18 Uhr) gegen Asien-Meister Japan in Frankfurt/Main um den Halbfinaleinzug bangen. Parreira ist vor dem Duell von Weltmeister Brasilien mit Mexiko in Hannover (20.45 Uhr/beide live bei Premiere und in der ARD) - seinem 100. Spiel als Coach der "Selecao" - optimistischer denn je: "Wir sind in diesem Spiel der Favorit und auch der erste Kandidat auf den Titel."

In Gunst der Götter gesunken

Rehhagel hat unterdessen trotz der bitteren 0:3-Pleite zum Auftakt gegen Brasilien und zahlreicher Personalprobleme die Halbfinal-Teilnahme bei der "Mini-WM" noch nicht abgeschrieben. "Wir wissen, dass die Japaner exzellent in Form sind und sie uns Schwierigkeiten bereiten können. Aber wir werden kämpfen und versuchen, die Partie zu gewinnen. Dann haben wir am letzten Spieltag gegen Mexiko noch alle Chancen, in das Halbfinale einzuziehen", sagte der frühere Bremer und Lauterer Meister-Coach.

Doch knapp ein Jahr nach dem Gewinn der Europameisterschaft in Portugal sind die Götter den Griechen offenbar nicht mehr wohl gesonnen. Nach dem bitteren 0:1 in der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland gegen die Ukraine ist "König Otto" mit seinem Team auf Rang drei zurückgefallen. Derzeit haben die Türkei und die Ukraine die besseren Aussichten auf die WM-Teilnahme. "Wenn wir unsere letzten drei Spiele gewinnen, haben wir noch eine Chance uns zu qualifizieren", meinte Rehhagel, der seinen auslaufenden Vertrag für den Fall des Scheiterns in der Qualifikation wohl nicht wie geplant bis 2008 verlängern wird.

"Freude und Stolz" bei Parreira

Für Parreira wäre unterdessen alles andere als ein Sieg im Jubiläumsspiel eine große Enttäuschung. Dass der 62-Jährige bereits zum 100. Mal als verantwortlicher Trainer auf der Bank des Weltmeisters sitzt, erfüllt ihn nach eigenem Bekunden mit einem "Gefühl der Freude und des Stolzes". Der souverän herausgespielte Sieg gegen Griechenland hat das Selbstbewusstsein der Brasilianer noch gestärkt. Parreira: "Wenn wir wieder so wie gegen die Griechen agieren, ist es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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