Guter Gastgeber
Servicekampagne zur WM

Bei dern Fußball-Weltmeisterschaft will sich Deutschland mit einer großen Servicekampagne als guter Gastgeber präsentieren. Als Markenzeichen wird ein Logo mit ausgerolltem rot- schwarz-gelben Teppichein eingesetzt - als Geste, wie willkommen die Gäste aus aller Welt sein sollen.

HB BERLIN. Vom Hotelpagen über den Stadtführer bis zum Taxifahrer wendet sich die Kampagne an alle, die Kontakt mit den Besuchern haben werden. "Wir wollen Deutschlands Gästen den roten Teppich ausrollen", erklärte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus, Petra Hedorfer, am Montag in Berlin.

Die Kosten für die drei Millionen Euro teure Kampagne teilen sich das Bundesinnen- und das Bundeswirtschaftsministerium. Wie die Standortinitiative "Land der Ideen" und das Kulturprogramm gehört sie zum WM-Konzept des Gastgebers. Sidney und die prächtigen Bilder von den Olympischen Spielen 2000 sind Deutschland genauso ein Vorbild wie die Fußball-WM in Südkorea und Japan 2002, bei der die sprichwörtliche asiatische Freundlichkeit viel gelobt wurde. WM- Organisationskomitee-Chef Franz Beckenbauer hatte die offizielle Charmeoffensive bereits im Dezember gemeinsam mit Schwedens Königin Silvia vorgestellt. Die Kampagne ist breit angelegt: Es gibt Werbung mit Prominenten, Infoblätter, Wimpel, Anstecker, Schulungen und Kooperationsgespräche in den zwölf FIFA WM-Städten. "Deutschland liegt im Trend", sagt Tourismuschefin Hedorfer zu den wachsenden Besucherzahlen. Sechs Monate vor Anpfiff wussten aber in fußballinteressierten Ländern wie Italien und Frankreich weniger als die Hälfte, wo die WM 2006 stattfindet - ein Umfragewert, der sich bald ändern dürfte.

Beckenbauer tourt derzeit durch die WM-Teilnehmerländer, um die Werbetrommel zu rühren, mit großer Resonanz, wie das Organisationskomitee berichtet. Am Mittwoch trifft er in London Großbritanniens Premier Tony Blair.

Berlin, Ort des ersten Brasilienspiels und des Finales, sieht sich bestens gerüstet, wie Tourismuschef Hanns Peter Nerger sagt. Er wünscht sich noch mehr Internationalität: Zum Beispiel, dass Kaufhausangestellte mit kleinen Buttons zeigen, welche Fremdsprachen sie beherrschen. Und was ist mit der viel beschworenen hauptstädtischen Unfreundlichkeit? Das sei ein Problem von Berlinern mit Berlinern, glaubt Nerger. Im Umgang mit Gästen gelte: "Die Berliner Schnauze findet dort nicht statt."

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