Hamburger SV
Experten: Tuchel sollte sofort übernehmen

Nach dem Absturz auf den letzten Bundesliga-Platz raten mehrere Fußball-Experten dem desolaten Hamburger SV zu einem sofortigen Engagement von Trainer-Wunschkandidat Thomas Tuchel.
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Hamburg„Wenn er wirklich Interesse hätte, könnte er jetzt schon kommen“, meinte der frühere Bundesliga- und Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld beim TV-Talk „Sky 90“. Mirko Slomka, mit dem der HSV als Coach in die Saison gestartet war, sagte bei „Sport 1“: „Wenn er da Trainer werden möchte, finde ich: Jetzt Ärmel hochkrempeln und loslegen.“ Auch der frühere HSV-Profi, -Manager und -Trainer Felix Magath plädierte im „NDR-Sportclub“ für einen sofortigen Wechsel: „Das würde sicher ein bisschen Schwung in den Abstiegskampf bringen.“

Hamburgs Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer hatte allerdings trotz der 0:2-Niederlage gegen Wolfsburg und des tiefen Falls auf Rang 18 einen dritten Trainerwechsel 2014/15 ausgeschlossen. Nach Slomka und Josef Zinnbauer hatte Sportdirektor Peter Knäbel den Posten als Coach mit übernommen, bisher allerdings zweimal ohne Erfolg: 0 Punkte, 0:6 Tore.

Falls es zu keiner schnellen Übernahme von Tuchel kommt, räumt Hitzfeld allerdings auch Knäbel Retter-Qualitäten ein: „Er hat die Fachkompetenz. Er ist einer, der nie aufgibt“, so Hitzfeld, der mit Knäbel fünf Jahre beim Schweizer Verband zusammengearbeitet hat.

Der ehemalige BVB- und FC Bayern-Trainer traut dem umworbenen Tuchel zu, trotz vier Punkten Rückstand auf Platz 15 die Wende beim HSV einzuläuten: „Er könnte das schaffen.“ Hitzfeld findet sogar, dass dessen Ruf beim erstmaligen Gang der Hanseaten nach 52 Jahren aus der Elite- in die 2. Liga nicht beschädigt wäre. Gerade dies dürfte aber der Hauptgrund sein, warum Tuchel mit einer Übernahme zögert.

Laut dessen Berater soll Tuchel aber grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit sein. „Thomas würde den HSV gerne machen, wenn gewisse Voraussetzungen stimmen“, sagte Olaf Meinking der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Nach Angaben des Blatts soll es bei diesen Voraussetzungen aber nicht um den Verbleib des Traditionsclubs in der Bundesliga gehen, sondern um Tuchels Kompetenzen in dem Krisen-Club.

Laut SZ könnte eine Entscheidung Tuchels bald bevorstehen. Der 41-Jährige hat in dieser Saison eine Pause eingelegt, sein Vertrag beim Hamburger Liga-Konkurrenten FSV Mainz 05 gilt aber noch immer.

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