Handball Nationalmannschaft
Handballer testen gegen Schweiz die EM-Form

Heute trifft die deutsche Handball-Nationalmannschaft in einem Testspiel in Aschaffenburg (18.00 Uhr) auf die Schweiz. Das Spiel gilt als Vorbereitung der DHB-Herren auf die in drei Wochen beginnende EM.

Knapp drei Wochen gilt es für die Handball-Fans noch zu warten, dann beginnt die Europameisterschaft in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar). Obwohl Deutschland als Titelträger ins Rennen geht, verschwendet Bundestrainer Heiner Brand keinen Gedanken an eine erfolgreiche Verteidigung der EM-Trophäe. "Wir fahren in die Schweiz, um die Großen zu ärgern. Vielleicht unterschätzen uns die Favoriten, das könnte unsere kleine Chance sein", meinte der 53-Jährige vor den beiden Testländerspielen gegen den EM-Gastgeber heute in Aschaffenburg (18.00 Uhr) und am Sonntag in Wetzlar (15.00).

Verletzungspech reißt nicht ab

Der Gummersbacher kann trotzdem nicht verhehlen, dass ihn die nicht endenden verletzungsbedingten Rückschläge sowie der Nationalmannschafts-Abschied von Daniel Stephan und die EM-Absage von Markus Baur (beide Lemgo) desillusioniert haben. Der nach dem verlorenen Olympiafinale 2004 in Athen begonnene Neuaufbau stockt erheblich - und das ausgerechnet im Jahr vor der WM 2007 im eigenen Land. Brand: "2005 haben wir als Mannschaft keinen Schritt nach vorne gemacht, wir haben noch keine Stammformation gefunden. Das ist für einen Trainer teilweise frustrierend."

Auch zum Auftakt der letzten Vorbereitungsphase auf die EM, bei der in der Vorrunde Weltmeister Spanien, Ex-Titelträger Frankreich und die Slowakei warten, hat Brand tiefe Sorgenfalten. Keiner der vier Kandidaten für die rechte Rückraumposition ist derzeit fit. Christian Zeitz (Kiel) plagt sich mit den Folgen einer Ellbogen-OP, Holger Glandorf (Nordhorn) hat Beschwerden am operierten Knie, Volker Michel (Göppingen) erlitt jüngst einen Nasenbeinbruch, und Rolf Hermann (Nettelstedt) fehlt derzeit wegen einer Grippe.

Doch Brand hat im Laufe der letzten 15 Monate gelernt, mit Hiobsbotschaften zu leben. "Es hilft kein Jammern. Wir arbeiten hart", betonte der Bundestrainer am Rande des mehrtägigen Lehrgangs in Niedernberg und sieht den Silberstreif am Horizont: "Wir sind nicht weit weg von der Weltspitze. Es fehlen noch einige Prozent." Allerdings seien das die entscheidenden.

Für Kapitän Florian Kehrmann ("Es hat mich unglaublich genervt, dass wir zuletzt nicht mehr gewonnen haben") ist dieses Jahr ohnehin nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2007. "Da wollen wir ganz vorne mitspielen", sagt der Lemgoer: "Mit der EM in der Schweiz beginnt quasi die Vorbereitung auf unsere Heim-WM."

Vierländer-Turnier als Prüfstein

Vor der Abreise in die Schweiz absolviert der Europameister von 2004 noch ein Vierländer-Turnier in Slowenien bzw. Kroatien (13. bis 15. Januar). Zwei Testspiele gegen Ungarn am 20. Januar in Offenburg und am 21. Januar in Mannheim dienen im Anschluss als doppelte EM-Generalprobe.

© SID

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