Hausfriedensbruch
England-Fans in Leipzig zu Geldstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Leipzig hat zwei 35 Jahre alte Fans aus England am Donnerstag zu jeweils 100 Euro Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wegen Hausfriedensbruchs ist rechtskräftig.

Zwei 35 Jahre alte Fans aus England sind am Donnerstag vom Amtsgericht Leipzig wegen Hausfriedensbruchs rechtskräftig zu einer Geldstrafe von jeweils 100 Euro verurteilt worden. Nach einer Nacht im Polizeigewahrsam und dem beschleunigten Verfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft befinden sich die "Zaunkletterer" inzwischen wieder auf dem Weg in ihr Heimatland.

"Alles ist friedlich geblieben"

Gestern hatten rund 20 000 Fans in Leipzig friedlich den zweiten WM-Vorrundensieg der deutschen Fußballer gegen Polen gefeiert. Im Public-Viewing-Bereich auf dem Augustusplatz mussten wegen Überfüllung zeitweise die Zugänge geschlossen werden. Nach dem Spiel feierten die Anhänger den Erfolg in der City mit einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer, Hupkonzerten und Feuerwerk. "Alles ist friedlich geblieben, es gab keine Festnahmen oder Verletzte", erklärte Polizeisprecher Jan Hentschel.

Die Bilanz des zweiten Leipziger WM-Vorrundenspiels zwischen Spanien und Ukraine (4:0) hatte mit neun teilweise kuriosen Festnahmen etwas anders ausgesehen. Ein 37-Jähriger hatte versucht, einem Ordner die Akkreditierung zu entreißen und sich dadurch Zutritt zum Stadion zu verschaffen. Acht weitere Personen versuchten nach Polizeiangaben, unkontrolliert den äußeren Sicherheitskreis des Stadions zu überwinden. Als sie von den Sicherheitskräften gestellt wurden, gaben sie sich als Polizeibeamte aus. Allen Festgenommenen droht eine Anklage wegen Hausfriedensbruchs.

© SID

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