Heimspiel – der Bundesliga-Kommentar
Die Rückkehr der Favoriten

Spätestens seit diesem Wochenende sind die Kraftverhältnisse in der Fußball-Bundesliga wieder zurechtgerückt. Mit Bremen, Bayern und Schalke stehen diejenigen oben, die stets dort vermutet werden und die auch dorthin gehören. Dass es bis zum 7. Spieltag dauerte, bis es so weit war, lag vor allem daran, dass sich die drei Spitzenteams ihre kleinen Durchhänger, die alle im Verlauf einer Saison durchmachen, nun erstmals im Gleichschritt zu Saisonbeginn genommen haben. Das ist neu und dürfte in dieser Form wohl nicht mehr vorkommen.

Wer von dem neuen Dreigestirn Bremen-Bayern-Schalke das stärkste Team stellt, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Bremen hat in Bochum zwar brilliert, traf jedoch auf einen Gegner, der in dieser Form nicht bundesligatauglich ist. Bayerns erstmals aufgebotene Dreierspitze mit Makaay, Pizarro und Podolski harmonierte bei der Premiere bereits so sehr, dass die Anhänger gespannt sein dürfen, was folgt, wenn das Trio erst richtig eingespielt ist.

Und Schalke? Gestärkt durch die neuen Gazprom-Millionen, die unter der Woche verkündet wurden, zeigte das Team zwar keine glanzvolle Leistung, war im entscheidenden Moment aber den berühmten Tick besser als der immer stärker kriselnde HSV.

Sicher scheint, auch wenn noch 27 Spiele in dieser Bundesliga-Runde anstehen, dass der HSV nicht in den Kreis der Favoriten zurückkehren wird. Zu verfahren ist dort inzwischen die Situation: in der Bundesliga auf einem Abstiegsplatz, im Pokal ausgeschieden und in der Champions League Kanonenfutter. Dass allen Beteuerungen zum Trotz der Stuhl von Trainer Thomas Doll bedenklich wackelt, liegt auf der Hand. Auch wenn er wohl am allerwenigsten etwas für die chaotisch anmutende Personalpolitik der Hamburger kann. Dass der verantwortliche Manager, in diesem Fall Dietmar Beiersdorfer, dafür den Hut nehmen müsste, wäre ein Novum in der Bundesliga.

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