Heimspiel – der Bundesliga-Kommentar
Werder ist die Benchmark

Über solch eine Rendite würde sich jeder Unternehmer in diesen Zeiten freuen: Werder Bremens Spielmacher Diego wechselt vor Beginn der Saison vom FC Porto für sechs Millionen Euro an die Weser. Nach neun Spielen, fünf Toren und acht Torvorlagen hat sich der Marktwert des Brasilianers mehr als verdoppelt! Auf 13 Millionen Euro schätzen Experten inzwischen den Transferpreis für Diego. Klaus Allofs sei Dank. Werders Sportdirektor hat einmal mehr eine glückliche Hand bei einem Spielertransfer bewiesen.

Sportlich präsentiert sich der SV Werder Bremen als die Benchmark der Bundesliga. Eindrucksvoll demonstrierten das die Schützlinge von Trainer Thomas Schaaf am vergangenen Spieltag in Mainz. Mit 6:1 zogen die Bremer den Kickern aus der Karnevalshochburg die Pappnasen lang. Bei diesem Spiel gefiel vor allem das Sturmduo Miroslav Klose und Aaron Hunt. Jeweils zwei Tore steuerten die beiden Angreifer zum Sieg ihrer Mannschaft bei.

Dabei soll ein Befund nicht unterschlagen werden: Offenbar ist es den Bremern auch in dieser Saison gelungen, mit Klose und Hunt eine Torfabrik in Stellung zu bringen, die ihres Gleichen sucht. Einkaufspolitik und sportliches Potenzial bilden bei Werder Bremen eine wahrhaft glückliche Symbiose. Davon können andere Klubs der Liga nur träumen. Zum Beispiel Bayern München: Lukas Podolski kommt erst nicht in Tritt und verletzt sich dann. Mark van Bommel, von Barcelona nach München gewechselt, interpretiert das Fußball-Spiel als schlichte Maloche. So etwas wollen sogar die Bayern-Fans nicht sehen.

Das veranlasst zur Erkenntnis, dass zum Erfolg von Werder auch ein glückliches Händchen in Sachen Personalpolitik gehört. Vereine denen dieses nicht gelingt, sei vielleicht der große Feldherr Napoleon ans Herz gelegt. Der hatte für glücklose Führungskader kein großes Verständnis. „Einen General ohne Fortune kann ich nicht gebrauchen“, sagte er. Da ist wohl etwas dran.

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