„Heimvorteil bei der WM war ein Geschenk“
Die Warnung des Kapitäns

Michael Ballack schwört seine Kollegen vor dem Auftaktspiel gegen Irland am Samstagabend in Stuttgart auf eine harte EM-Qualifikation ein. Die gute Laune in der Mannschaft vor der Partie in Stuttgart scheint der Neu-Londoner etwas skeptisch zu sehen.

STUTTGART. Ihm selbst gehe es prächtig. Sein Wechsel zum FC Chelsea habe ihn beflügelt. Dass er beim FC Bayern entgegen den Äußerungen der Münchner Verantwortlichen doch ein Loch hinterlassen hat, verfolge er mit Genugtuung.

Ballack genießt es auch, wieder bei der Nationalmannschaft zu sein, obwohl er Jürgen Klinsmann vermisst. Den Kapitän, der zum Saisonstart in Gelsenkirchen gegen Schweden (3:0) wegen einer Hüftprellung fehlte, stimmt aber der Zustand des DFB-Teams vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Irland recht nachdenklich. Die anhaltende WM-Euphorie betrachtet der 70-malige Nationalspieler als Gefahr. „Man muss mal von der Wolke runterkommen, auf der einige schweben“, sagte Ballack. Selbstzufriedenheit, das weiß Ballack, kann im Profi-Fußball schnell die Leistungsfähigkeit hemmen. „Wir haben eine ganz andere Situation als bei der WM. Der Vorteil, vor eigenem Publikum zu spielen, war ein Geschenk. Aber jetzt ist wieder harte Arbeit angesagt“, warnte Ballack.

Jetzt stünden in den zwölf Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft 2008 gegen Irland, San Marino, dem ersten Auswärtsgegner am kommenden Mittwoch, Wales, Zypern, der Slowakei und Tschechien zum Teil unbequeme Aufgaben bevor, sagte Ballack: „Ich kenne das, aber andere Spieler haben die Erfahrung nicht, was sie erwartet.“

Nach der Vize-Weltmeisterschaft 2002 sei man auch davon ausgegangen, dass man sich gegen Schottland, Island, Litauen und den Färöer-Inseln locker für die EM in Portugal qualifizieren würde. Doch es folgte eine quälende Tortur mit dem Tiefpunkt des 0:0 auf Island und dem folgenden Wutausbruch von Rudi Völler. Erst im letzten Qualifikationsspiel beim 3:0 gegen Island gewann Deutschland die Gruppe.

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